Bürgerliste: Ruf nach Tierheim. Die Bürgerliste „Für Amstetten“ fordert eine derartige Einrichtung im Bezirk. Der Bedarf sei jedenfalls gegeben.

Von Peter Führer. Erstellt am 13. Juni 2019 (04:00)
Peter Führer
Norbert Kunz, Susanne Parb und Gerhard Zauner (von rechts) setzten sich für ein Tierschutzhaus in Amstetten ein.

In Sachen Tierschutzhaus gibt es derzeit in Niederösterreich eine Viertelslösung. In jedem Viertel ist ein Tierheim installiert, das dieses Gebiet abdecken muss. Für das Mostviertel ist St. Pölten zuständig. Im Bezirk flammt aber immer wieder die Diskussion um ein eigenes Tierschutzhaus in der Region auf.

„Viele Menschen stehen vor der Frage, wo man streunende Tiere oder verletzte Wildtiere hinbringen kann. Ein Tierschutzhaus wäre die ideale Lösung und die Nachfrage ist mit Sicherheit gegeben. Dieses Thema gehört in den Gemeinderat aufgenommen und vielleicht könnte man auch die eine oder andere Förderung, etwa eine EU-Förderung, beantragen“, sagen Norbert Kunz und Gerhard Zauner von der Bürgerliste „Für Amstetten“.

Es müsse möglich sein, dass die Gemeinde ein Haus zur Verfügung stelle. Unterstützt könnte das Projekt durch Spenden und freiwillige Helfer, aber auch angestelltes Personal werden. Derzeit seien es oft Privatpersonen, die sich ehrenamtlich und auf eigene Kosten um das Tierwohl kümmern, wie etwa die Amstettnerin Susanne Parb. Sie unterstützt den Vorschlag für ein Tierschutzhaus. „Viele Menschen bringen die Tiere zu mir. Ich helfe gerne, aber ich stoße schön langsam an meine Grenzen “, sagt sie. Kunz und Zauner schlagen auch vor, dass Personen, die sich um Tiere kümmern, von der Gemeinde finanziell unterstützt werden sollten.

Eine weitere Idee der Bürgerliste ist es, in der Nähe des Tierschutzhauses auch die Möglichkeit einer Urnen-Grabstätte oder einer kleinen Feuerbestattung für verstorbene Haustiere zu schaffen. „Man sollte die Tiere würdevoll bestatten können und nicht einfach in Tiercontainer werfen müssen“, sagen Zauner und Kunz.