Grünes Licht für Rückhaltebecken in Eisenreichdornach. Anrainer in Eisenreichdornach sollen künftig auch bei Starkregen ruhig schlafen können. Baubeginn im Herbst.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 06. Juni 2019 (03:00)
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„Ausg´steckt is“: Hier soll das Regenrückhaltebecken entstehen, das künftig die Eisenreichdornach Straße und die Häuser vor einem 150-jährlichen Hochwasser bewahren soll.

Der Schlossgraben in Eisenreichdornach hat bei Starkregen in den letzten zehn Jahren immer wieder größere Schäden bei privaten Liegenschaften, aber auch an der Landesstraße verursacht. „Es kommt da zur Überlastung des bestehenden Einlaufbauwerks und des Regenwasserkanals, was Überflutungen und Vermurungen der Eisenreichdornach Straße und auch bei den Häusern dort zur Folge hat“, berichtet Dieter Stadlbauer vom städtischen Umweltamt.

Die Gemeinde plant schon länger, Abhilfe zu schaffen und jetzt ist es soweit. Durch die Zustimmung von Grundeigentümer Josef Eblinger kann die Errichtung eines Retensionsbeckens in Angriff genommen werden, das bei Wolkenbrüchen die Wassermassen auffangen soll.

Fassungsvermögen von 200 Kubikmetern

Geplant ist, das Projekt noch im Herbst umzusetzen. Die Kosten werden sich auf rund 350.000 Euro belaufen, die sich Bund, Land und Stadt teilen. Abgewickelt wird das Projekt von der Gebietsleitung NÖ West der Wildbach- und Lawinenverbauung.

Das geplante Rückhaltebecken soll ein Fassungsvermögen von 200 Kubikmetern haben. Damit es künftig auch bewirtschaftbar ist, muss für die bestehende Forststraße im Wald eine neue Trasse gefunden werden. Durch die geplanten Schutzmaßnahmen sollen die Anrainer von Eisenreichdornach künftig auch vor einem 150-jährlichen Hochwasser gefeit sein. „Dieses Projekt ist ein weiteres wichtiges Mosaiksteinchen im Hochwasserschutz der Gemeinde, der natürlich die Lebensqualität der betroffenen Bürger steigert“, sagt Stadlbauer.

Gute Nachrichten gibt es auch vom Hochwasserschutzprojekt Haabergbach, das die Anrainer der Waidhofnerstraße künftig vor Überflutung durch den Mühlbach schützen soll. Nachdem nun ja auch der Bund grünes Licht gegeben hat, wird schon demnächst mit der Einrichtung der Baustelle begonnen.