Hilfe bei Verein "LEILA" ist dringend nötig. Der Verein „LEILA“ ist intensiv auf der Suche nach Lernpaten für Kinder.

Von Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 21. Mai 2019 (08:52)
Doris Schleifer-Höderl
Monika Distelberger ist auf der Suche nach weiteren engagierten Mitmenschen, die sich gerne ehrenamtlich als Lernpaten einbringen möchten.

Die Flüchtlingswelle ist verebbt, jedoch wird nach wie vor Hilfe benötigt. Der Verein „LEILA“ – Lernen Engagiert International – Lernpaten Amstetten – ermöglicht seit 2014 in Zusammenarbeit mit der Pfarre Herz Jesu Flüchtlingskindern und Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache eine Lernpatenschaft. Doch das Vorzeigeprojekt hat es immer schwerer, Menschen zu finden, die eine Patenschaft übernehmen. „Man merkt eindeutig das veränderte politische Klima“, sagt LEILA-Initiatorin und Elterncoach Monika Distelberger. „Daher ist es auch nicht mehr so einfach, Mitmenschen zu finden, die sich vorstellen können, für eine gewisse Zeit ein Kind beim Lernen zu unterstützen. Diese Tatsache finde ich sehr bedauerlich, gerade weil es sich um Kinder handelt, und man ihnen so die Möglichkeit auf eine gelingende Zukunft nimmt.“

Von 2014 bis heute hat LEILA gemeinsam mit der Pfarre Herz Jesu 105 Kindern auf ehrenamtlicher Basis Lernunterstützung geboten. 92 Lernpaten haben sich mit einem Kind einmal in der Woche getroffen, um es bei der Bewältigung der schulischen Herausforderungen sowie beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen. Derzeit betreuen 37 Lernpaten im Don-Bosco-Heim der Pfarre Herz Jesu 48 Kinder, 15 Kinder hat Monika Distelberger auf der Warteliste stehen und sucht daher dringend nach weiteren engagierten Mitmenschen, die eine Lernpatenschaft übernehmen. „Ich bin von der Wichtigkeit unserer Arbeit überzeugt, wir leisten hier einen wesentlichen Beitrag zur Integration, aber auch zur Entlastung des Schulsystems“, so Distelberger. Man habe viele Probleme, die aus fehlender Bildung und somit fehlenden Perspektiven entstehen könnten, durch die Arbeit mildern können. „Jugendliche, die Perspektiven und somit Hoffnung auf ein gutes Leben haben, machen weniger Schwierigkeiten. Kinder, die schon in der Volksschule gute Grundlagen erwerben, sind in weiterer Folge keine so große Belastung für das Schulsystem. Darum ist es wichtig, dass wir für möglichst viele Kinder engagierte Lernpaten zur Verfügung stellen können. Die einzige Voraussetzung, die dafür erforderlich ist, ist die Bereitschaft, sich auf ein Kind einzulassen und es bei der Lebensbewältigung zu unterstützen“, weiß Distelberger.

Für sie liegt es auf der Hand, dass unser aller Zukunft nur im Miteinander gelingen kann. „Wir brauchen ein Klima, das Begegnung fördert, und wir müssen weg von der Problemorientierung und der oft damit einhergehenden Pauschalierung und Hetze, hin zu einem Denken, das gute Ansätze sieht und Wege zu Lösungen findet.“