Sachsen-Delegation war zu Gast in Amstetten. Delegation aus Sachsen mit Wirtschaftsminister überzeugte sich von Amstettner Innovationen.

Von Peter Führer. Erstellt am 23. September 2020 (03:14)

Hoher Besuch aus Sachsen (4 Millionen Einwohner) stellte sich in der Vorwoche in der Stadt Amstetten ein.

Eine Delegation der Kreativwirtschaft des Freistaates machte sich gemeinsam mit Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig einen Eindruck von der Arbeit der LOFT Kreativagentur, der Mobilitätsvisionen der Stadt Amstetten sowie von der Zukunft der Remise und des Quartiers A.

„Es ist spannend zu sehen, wie man in Amstetten die Kreativszene unterstützt und wie man an die künftigen Herausforderungen herangeht“, betonte Wirtschaftsminister Dulig.

Fünf Unternehmen unter einem Dach

Los ging es in der Kreativagentur LOFT. Dort konnte man erfahren, dass das junge, engagierte Team sich nicht nur regional, sondern auch bereits bei weltweit agierenden Firmen einen Namen gemacht hat. Im „LOFT“ sind fünf Unternehmen untergebracht. Drei Filmfirmen, ein Fotograf sowie ein Grafiker. Kern des Erfolgs ist die gegenseitige Unterstützung, wie Daniel Schalhaas (InShot Werbefotografie) betonte.

„Wir setzen auf Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe. Unsere Vision ist, dass wir als Netzwerk der jungen, kreativen Szene auch alle Großprojekte der heimischen Großunternehmer betreuen können“, betonte Schalhas.

Einen Überblick gab es in der Kreativagentur auch über aktuelle Projekte. Hier könne man alle Leistungen anbieten, die man sonst nur in Großstädten findet. Ewa die Marke „Amstettner Stadtluft“, unter deren Dach ja bereits ein Stadtluft-Gin und ein Stadtluft-Bier entwickelt wurden.

Weiters stehen und standen immer wieder innovative Kooperationen mit Künstlern auf dem Programm. So konnte man zum Beispiel in Lockdown-Zeiten mit Livestream-Konzerten für Unterhaltung sorgen.

Stadt will Mobilität neu denken

Ebenfalls auf dem Programm stand das Thema Mobilität. Hier führte Vizebürgermeister Markus Brandstetter aus, dass man diese in der Stadt künftig neu denken wolle. Besonders wichtig sei dabei eine gute Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden. Er verwies weiters auf diverse Initiativen, wie etwa das Lastenrad, das bereits gerne genützt werde.

In der Remise präsentierte Günther Sterlike der Delegation die Vision des Quartiers A. Hier soll in zukunftsträchtigen Bereichen wie Kreativität und Digitalisierung Innovation vorangetrieben werden. „Die Zukunft liegt in Kooperation von kreativen „Makers“ und den Unternehmen“, ist auch Rosemarie Pichler (Zukunftsakademie Mostviertel) sicher.

„Die Stadt Amstetten ist der Motor der Region. Um zukunftsfit zu sein, braucht es eine starke regionale Kooperation. Das Areal muss langsam wachsen und wird eine wichtige Achse mit gegenseitiger Beteiligung mit dem Umland bilden“, unterstrich Bürgermeister Christian Haberhauer.

Ardaggers Ortschef Hannes Pressl als Vertreter der Umlandgemeinden betonte, dass man derzeit dabei sei, die Kooperation zwischen Stadt und Nachbargemeinden festzuschweißen. „Wichtig ist dabei gegenseitiges Vertrauen.“