Ferienbetreuung: „Angebot ständig verbessert“. Im Bezirk Amstetten gibt es zumeist umfangreiche Betreuungsmöglichkeiten.

Von Daniela Führer und Peter Führer. Erstellt am 12. Juni 2019 (04:00)
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Endlich Ferien! Für die Eltern sind Ferien nur entspannend, wenn dieBetreuung der Kinder gesichert ist.

Vor Ferienbeginn rückt die Frage nach der Kinderbetreuung in den Mittelpunkt. Der Blick in den Bezirk zeigt, dass in den vergangenen Jahren die Angebote stark ausgebaut wurden. „Die Betreuungsmöglichkeiten sind ständig verbessert und angepasst worden. Aber natürlich wird weiterhin genau geschaut, wo es noch Verbesserungen geben kann“, erklärt Hannes Pressl, Bezirksobmann des VP-Gemeindebundes.

Der einzige mögliche Bedarfspunkt seien jene drei Wochen in der Mitte der Ferienzeit, in denen zumeist keine Betreuung angeboten wird. „Es ist aber auch verständlich, dass es eine Zeit geben muss, in der Pädagogen in den Urlaub gehen können und auch eine Grundreinigung möglich ist“, führt Pressl aus. Man könne natürlich über Lösungen, etwa durch eine andere Staffelung der drei Wochen nachdenken.

Eine Idee wäre, die Betreuung von Kindern mehrerer Gemeinden für diese Zeit an einem Ort zusammenzufassen. Bei allem Ausbau der Kinderbetreuung betont Pressl aber auch, dass es für ihn denkbar sei, dass die familiäre Betreuung eine „Rennaissance“ erlebt. „Manchmal merke ich einen Retro-Trend. Es kann sein, dass die Nachfrage nach Betreuung nicht so stark ansteigt, wie das einmal erwartet wurde“, so Ardaggers Ortschef.

In Amstetten bietet man in der VS Allersdorfer Straße für Kinder von 6 bis 14 Jahren für die gesamte Sommerferienzeit eine Betreuung an. Für die stärkste Woche gibt es 36 Anmeldungen. „Ich denke, wir sind gut aufgestellt und es macht aus Kostengründen Sinn, die Betreuung an einem Standort anzubieten“, erklärt Hermann Gruber, Leiter der Schulverwaltung. Die Anmeldung erfolgt wochenweise und ist ganztags (7.30 bis 17 Uhr) und halbtags (7.30 bis 13 Uhr) möglich. Die Tarifhöhe richtet sich nach der Kinderanzahl und der Betreuungsdauer. Bei einer Ganztageswoche sind es für das erste Kind 50 Euro, für weitere Kinder zahlt man weniger. Die weiteren Kosten trägt die Stadtgemeinde.

St. Valentin: Betreuung an allen Ferientagen

In Wallsee gibt es heuer erstmals eine Ferienbetreuung in der Volksschule. Dort nützen Eltern von 24 Kindern das Angebot. Einzig für die drei Wochen in der Mitte der Ferienzeit, in denen auch der Kindergarten zugesperrt ist, muss man sich Alternativen suchen. „Angeboten wäre eine Betreuung in der Volksschule schon öfter geworden. Die Mindest-Anmeldezahlen hat es aber nicht gegeben“, erklärt Amtsleiterin Aloisia Heindl. Eltern können ihre Kinder nun aber von Montag bis Donnerstag von 7 bis 15 Uhr und am Freitag von 7 bis 13 Uhr betreuen lassen. Einen Teil der Kosten tragen die Eltern. Den Rest steuert die Gemeinde bei.

An allen Ferientagen – nicht nur in den Sommerferien – öffnet von 6.30 bis 17 Uhr in St. Valentin das „Taka-Tuka-Land“ seine Pforten. Diese Ganztagesbetreuungseinrichtung richtet sich an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren – in den drei Wochen in den Sommerferien, in denen der Kindergarten nicht geöffnet hat, gibt es für die Kleinsten auch eine eigene „Pippilotta“-Gruppe.

Der Besuch ist für die Eltern kostenlos, nur für das Mittagessen wird ein Unkostenbeitrag eingehoben. Zwischen 30 und 60 Kinder sind im Durchschnitt pro Ferientag im Taka-Tuka-Land. In der „Pippilotta“-Gruppe sind es in etwa 20. Betreut werden die Kinder zum Teil von Ferialpraktikantinnen, aber es steht auch ein großes Team an Gemeindemitarbeiterinnen für Betreuungszwecke zur Verfügung. „Mit dieser Einrichtung können wir unsere Familien und insbesondere Alleinerziehende bestmöglich unterstützen. Wir haben hier eine Vorzeigeeinrichtung, um die uns viele Gemeinden beneiden“, weiß Bürgermeisterin und Obfrau des SP-Gemeindebundes, Kerstin Suchan-Mayr.

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