Kulturleben steht still. Zahlreiche Absagen im Bezirk. Die NÖN befragte Kabarettist Walter Kammerhofer zur schwierigen Situation.

Von Leopold Kogler und Hermann Knapp. Erstellt am 17. März 2020 (04:32)
Auch für Kabarettist Walter Kammerhofer haben die Veranstaltungsabsagen naturgemäß massive Folgen. Er steht aber hinter den Maßnahmen der Regierung.
Gerhard Sengstschmid

Das Veranstaltungsverbot aufgrund des Coronavirus trifft natürlich auch die Künstler und Kulturschaffenden in der Region. Ausstellungen, Konzerte Theateraufführungen wurden abgesagt.

Die Amstettner Veranstaltungsbetriebe haben alle Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Auch der Haager Theaterkeller hat aufgrund der Coronavirus-Infektionen sämtliche Vorstellungen des Stücks „Weihnachten auf dem Balkon“ storniert. Die Cineasten im Bezirk müssen eine Weile ohne filmische Leckerbissen auskommen. Der Verein „Perspektive Kino“ hat seine geplanten Vorführungen im März abgesagt und auch das Cineplexx hat mit Montag vorübergehend den Betrieb eingestellt.

Kammerhofer: „Müssen jetzt zusammenhalten“

Die NÖN hat sich stellvertretend für andere Kulturschaffende bei Kabarettist Walter Kammerhofer aus St. Peter erkundigt, wie ihn die Corona-Krise trifft. Immerhin musste er am Samstag seinen ausverkauften Auftritt in der Pölz-Halle verschieben und ebenso die geplanten Auftritte in Bad Hall und im Landhaus Linz. Er betont aber, dass er als „Ich-AG“ bei einer neuen Terminfindung rascher reagieren könne als beispielsweise Orchester oder Theatermannschaften.

„Ich bin mit den diversen Veranstaltern übereingekommen, die aktuell im Vorverkauf befindlichen Auftritte zu verlegen. Bereits gekaufte Tickets behalten dabei für diese neuen Termine ihre Gültigkeit“, sagt Kammerhofer, der auch von der teils grassierenden „Suderei über die Maßnahmen der Regierung“ nichts hält. „Es gilt jetzt zusammenzuhalten. Natürlich habe ich durch die Absagen im März keine Einnahmen, aber die Auftritte werden ja nachgeholt und Gesundheit steht über allem“.

Dass die derzeitige Situation viele Künstler, die ja auf die Einnahmen aus ihren Auftritten angewiesen seien, hart treffe, sei aber auch klar. „Da braucht man nichts beschönigen. Das ist ein schwerer Schlag für die Branche. Aber wir hoffen, dass sich alles rasch wieder normalisiert. Kammerhofer selbst nützt die Zeit, um an seinem neuen Programm zu feilen, das kurz vor Weihnachten Premiere feiern soll.