Nach Strache-Rücktritt: Angriff statt Verteidigung. An der FP-Basis will man den Fokus auf das Entstehen des Videos legen und vermutet eine „Aktion der Linken“.

Von Peter Führer und Markus Glück. Erstellt am 21. Mai 2019 (04:50)
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FP-Bezirksobfrau Edith Mühlberghuber gibt sich kämpferisch und will „die Ärmel hochkrempeln“.

Bei FPÖ-Vertretern in der Region übt man nach dem Rücktritt von Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus Kritik. Allerdings nicht an den beiden Politikern, sondern an den Methoden, wie das Video entstanden ist. Nachdem Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündete, dass es Neuwahlen geben wird, erklärte etwa Amstettens FP-Stadträtin Brigitte Kashofer: „Der Herr Bundeskanzler hat ja darauf verwiesen, wie das Ganze entstanden ist und an die Öffentlichkeit gekommen ist. Es ist klar, dass die Linken und die Medien mit allen Mitteln daran gearbeitet haben, dass die Regierung stürzt. So einen Patzer darf sich der Chef einer großen Partei aber nicht erlauben.“

Bezirksobfrau Edith Mühlberghuber gibt sich nach den Enthüllungen kämpferisch: „Der Sturm, der uns entgegenbläst, mag noch so stark sein, wir Freiheitlichen sind stärker. Besonders in Niederösterreich und Amstetten krempeln wir jetzt die Ärmel hoch.“

Inhaltlich will der Blindenmarkter FP-Klubobmann im Landtag, Martin Huber, das Ibizia-Video nicht kommentieren, allerdings glaubt er an eine gesteuerte Aktion der Linken. „Die Gerichte werden den Fall klären müssen. Das Ende der Koalition ist schade, wir haben bisher sehr viel für Österreich erreicht“, meint Huber.

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