Aschbacher Feuerwehrhaus ist schon in Bau. Neues Gebäude wird rund zwei Millionen Euro kosten. Florianis wollen viele freiwillige Stunden als Eigenleistung einbringen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 21. April 2021 (04:24)
Präsentieren die Pläne für das neue Feuerwehrhaus (von links): Vizebürgermeister Gottfried Bühringer, Thomas Üblacker von der Firma Pabst, Roland Mayrhofer vom Bauamt der Gemeinde und Planer Raimund Wieser.
Hudler, Hudler

Die Bauarbeiten am neuen Feuerwehrhaus in Aschbach haben begonnen. Errichtet wird das Gebäude von der Firma Pabst unter kräftiger Mithilfe der Florianis, die viel Eigenleistung einbringen wollen.

Das Haus wird natürlich den Ansprüchen des modernen Feuerwehrwesens gerecht werden. „Wir haben uns für die Vorbereitung dieses Projekts ja viel Zeit genommen und dabei immer gesagt, dass wir keinen Prunkbau hinstellen wollen, sondern ein zweckdienliches, aber doch modern ausgestattetes Gebäude. Und das ist uns mit dem vorliegenden Entwurf gut gelungen“, sagt Bürgermeister Martin Schlöglhofer.

Finanziell bedeute ein derartiges Projekt mit Kosten von rund zwei Millionen Euro natürlich eine Kraftanstrengung für die Gemeinde und die Feuerwehr. „Wir sind daher auch sehr dankbar für die Unterstützung des Landes Niederösterreich, das uns eine Förderung von rund einem Drittel der Kosten zugesagt hat“, berichtet der Ortschef. Die Gemeinde hat für das Vorhaben eine Million Euro budgetiert, den restlichen Betrag soll die Feuerwehr mit Barmitteln und vor allem auch durch Eigenleistungen beim Bau aufbringen.

Kommandant Mario Üblacker berichtet, dass die Feuerwehr auch bereits eine Bausteinaktion gestartet habe. Eine Haussammlung durchzuführen sei aufgrund der Corona-Situation ja derzeit nicht möglich. „Aber wir hoffen dennoch, dass wir mithilfe der Bevölkerung die vereinbarten 80.000 bis 100.000 Euro an Barmitteln aufbringen können.“

Bis zu 8.000 Stunden Eigenleistung geplant

An Eigenleistung waren ursprünglich rund 4.400 freiwillige Stunden vorgesehen. „Aber diese Summe werden wir weit übertreffen. Wir gehen davon aus, dass wir insgesamt rund 8.000 freiwillige Arbeitsstunden einbringen können. Da kommt uns zugute, dass wir praktisch für jedes Gewerk Fachleute in unseren Reihen haben“, sagt der Kommandant.

Vor allem bei der Errichtung des Verwaltungsgebäudes wollen die Florianis selbst Hand anlegen. Der Zeitplan ist straff und sieht vor, das Projekt innerhalb von zwei Jahren abzuschließen. Bis Dezember dieses Jahrs soll das Haus winterfest sein und auch die Heizung schon laufen. Das neue Gebäude wird vier Hauptstellplätze haben und eine Waschbox, die aber ebenfalls als Stellplatz verwendet werden kann. Auch Übelacker bestätigt, dass der Bau gut durchdacht ist. „Immerhin haben wir ja rund sechs Jahre an dem Projekt gearbeitet und nach einem geeigneten Grundstück gesucht.“

Das wurde an der Umfahrungsstraße angrenzend an das Materiallager der Firma Pabst auch gefunden. Von dort aus kann die Feuerwehr rasch in alle Richtungen ausfahren. Beim alten Gebäude ist das ob der Nähe zur Schule oft schwierig – vor allem bei Unterrichtsbeginn oder -ende, wenn die Schulbusse unterwegs sind und Eltern ihre Kinder abholen. Da kam es manchmal schon zu brenzligen Situationen. Für das alte Haus gibt es übrigens auch schon neue Perspektiven. „Vorstellbar ist, dass wir es als Gemeinde selber nutzen, es gibt aber auch schon andere Interessenten“, sagt der Bürgermeister.