Gegen neue Verbote für Vierbeiner in Amstetten. Bürgermeisterin Ursula Puchebner setzt auf Ausbildung und verantwortungsbewusstes Handeln der Hundebesitzer.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 18. Juli 2019 (04:16)
SPÖ
Bürgermeisterin Ursula Puchebner – mit ihrem Hund Uno – spricht sich für Ausbildung und gegen weitere Verbote aus.

Nach Hundebissen, wie zuletzt am Ybbsuferweg, werden oftmals Forderungen nach Leinenpflicht oder Maulkorbzwang laut. „Jeder einzelne Vorfall, egal ob schwer oder harmlos, ist einer zu viel. Entscheidend ist aber das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter. Wir müssen sie ermuntern, sich selbst und ihre Hunde auszubilden, beziehungsweise ausbilden zu lassen. Das ist wirkungsvoller als zusätzliche Verbote zu erteilen, die am Ende auch die Mehrheit der Hundehalter treffen, die achtsam sind. Mir ist dabei wichtig, die Stadtverträglichkeit von Hunden zu fördern“, schildert Bürgermeisterin Ursula Puchebner ihre Sicht der Dinge.

Sinnvoll wäre es daher aus ihrer Sicht, Hundehalter zu motivieren, sich im Zuge einer entsprechenden Ausbildung in der Hundeschule Grundkenntnisse einer verantwortungsbewussten Hundeführung anzueignen und die Begleithundeprüfung abzulegen.

Stadt könnte Anreize zur Ausbildung schaffen

Das würde ein konfliktfreies Führen des Hundes durch schwierige Situationen ermöglichen. Des Weiteren erlernt der Hund dort einfache Gehorsamsübungen sowie ein angemessenes Sozialverhalten in der Öffentlichkeit.

Um die Hundehalter zu einer entsprechenden Ausbildung zu ermutigen, können diverse Anreize seitens der Stadtgemeinde angedacht werden. „Denkbar ist, dass die Stadt bei erfolgreicher Ablegung der Begleithundeprüfung die Ausbildungskosten übernimmt. Eine andere Variante wäre, die Ausbildungskosten mit der Befreiung von der Hundeabgabe für eine gewisse Zeit zu verknüpfen. Im Detail muss dieser Vorschlag natürlich mit den Verantwortlichen der Amstettner Hundesportvereine, die letztlich die Experten in der Hundeausbildung sind und auf die ein erheblicher Mehraufwand zukommen würde, diskutiert werden“, will die Bürgermeisterin auch externe Experten ins Boot holen.