Positive Recyclingbilanz für die Region Amstetten. Neben dem Kampf gegen Plastik startet der Gemeinde Dienstleistungsverband Region Amstetten für Umweltschutz und Abgaben eine Offensive gegen den Klimawandel.

Von Otmar Gartler. Erstellt am 22. Juli 2020 (04:51)
Kampf dem Klimawandel (von links): GDA-Obmann Landtagsabgeordneter Bürgermeister Anton Kasser, Magdalena Danner (Modellregionsmanagerin Süd), Klemens Willim (Modellregionsmanager Nord) und GDA-Obmann-Stellvertreterin Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer.
Otmar Gartler

Über eine gute Zwischenbilanz bezüglich der Mülltrennung freuen sich die Verantwortlichen des Gemeinde Dienstleistungsverbandes Region Amstetten für Umweltschutz und Abgaben (GDA).

„Wir liegen mit 71,6 Prozent knapp über unserem erklärten Wunschziel von 70 Prozent Abfällen, die nicht in die Verbrennungsanlage nach Dürnrohr gehen“, erklärte kürzlich GDA-Obmann Bürgermeister Anton Kasser. Die größten Steigerungen gegenüber 2018 habe es bei Strauchschnitt (+24,5%), Hartkunststoffe (+9,9%), Eisenschrott (+9,8%) und Altglas (+8,9%) gegeben. Sorgen bereite jedoch der stark gestiegene Bauschutt, der in diesen Mengen nicht Aufgabe des Verbandes sei. Bedingt auch durch die fallenden Preise am Markt und damit verbundenen schlechten Erlösen werde eine Gebührenerhöhung - die derzeitigen Gebühren sind seit 10 Jahren unverändert - nicht zu vermeiden sein.

Den Kampf angesagt hat man auch dem Plastik in der Region. „Der GDA arbeitet bereits seit Jahren an der ordnungsgemäßen Erfassung, Sammlung, Wiederverwertung, sowie dem Recycling von Kunststoffen aller Art. So kann man die Einführung des gelben Sackes als Erfolgsgeschichte bezeichnen. Nun setzen wir zusätzlich auf Vermeidung und haben eine kostenlose „PlastikLos“-App entwickelt, mit welcher es leicht möglich ist, alternative Produkte zu finden und diese möglichst auch noch lokal zu kaufen. Mit der GDA-App hat man einen guten Überblick über alle alternativen Angebote, mit denen Plastik im Haushalt, im Alltag aber auch in der Freizeit ersetzt werden kann. Darüber hinaus sind Müllabfuhrtermine und Klimatipps rund um die Uhr abrufbar“, betonte GDA-Obmannstellvertreterin Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer. Alle Informationen zur GDA-App und den kostenfreien Download findet man unter www.gda.gv.at/app.

Keine Alternative gebe es zur Einführung eines Mehrwegpfandes bei PET-Flaschen, das in vielen EU-Ländern schon Realität sei. Eine Mehrwegflasche ersetze 30 große PET Einwegflaschen und 100 kleine PET Einwegflaschen.

Im Kampf gegen den Klimawandel war am 1. Juli Projektstart für die beiden Klimawandel-Anpassungs-Modellregionen Nord und Süd (KLAR!). Pro Region werden zehn Projekte vom Klima- und Energiefonds mit 120.000 Euro gefördert.

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