Ein Abstieg als neue Chance. Über St. Peters verkorkste Saison ohne Happy-End.

Von Daniel Hartl. Erstellt am 12. Juni 2019 (01:00)

Seit drei Jahren ist St. Peters Wirken in der 1. Landesliga von nervenaufreibenden Kämpfen um den Klassenerhalt gekennzeichnet. Mit der Niederlage in Stripfing war der Abstieg der Mostviertler nun auch auf dem Papier besiegelt. St. Peters verkorkste Saison verschlang mit Peter Riedl und Jörg Renner zwei weitere Trainer, die die sportliche Krise nicht in den Griff bekamen.

Der Druck auf dem Team war am Ende zu groß. Dies zeigte sich vor allem in den Duellen gegen direkte Konkurrenz aus Spratzern und Rohrendorf. Beide gingen verloren. Hört man den Sportlichen Verantwortlichen genauer zu, so schwingt neben der Enttäuschung aber vielmehr ein Gefühl der Befreiung mit. Befreiung von einer Situation, die für niemanden mehr zu handeln war.

Befreiung von einem Druck, der dazu neigte, die Spieler zu lähmen und allen den Spaß an der Sache zu nehmen. Der Abstieg kann in St. Peter daher eine reinigende Wirkung erzielen. Man bekommt die Chance, viele Entscheidungen zu überdenken, mit dem neuen Trainer Adnan Kaltak ein junges, schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen, das genügend Zeit bekommt, um in kommende Herausforderungen hineinzuwachsen. Und nicht bloß die Symptome zu behandeln und Löcher zu stopfen, wie dies in den letzten Jahren so häufig der Fall war.