Ein „natürlicher“ Umstieg kommt. Über die Auswirkungen des Verbotes von Mikroplastik.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 06. August 2019 (01:48)

Ein Aus für den Kunstrasen stand laut einigen Medienberichten in den letzten Wochen im Raum. Der Grund: Eine EU-Richtlinie soll den Einsatz von Mikroplastik ab dem Jahr 2022 verbieten. Jenes Mikroplastik, welches im Gummigranulat vorhanden ist. Vor allem die Amateurklubs in Wien, aber auch in Tirol und Salzburg wären stark davon betroffen. In Niederösterreich war der Aufschrei zurückhaltend. Einerseits, weil laut dem Verband kein Meisterschaftsbetrieb auf dem künstlichen Grün gestattet ist. Andererseits ist die Verwendung des Kunstrasens bei den meisten Vereinen auf die Wintermonate beschränkt. Dennoch: Jene Klubs mit Kunstrasen wollen diesen nicht mehr missen. In Waidhofen oder Melk wird der Platz von zahlreichen Mannschaften genutzt. Der Vorteil dabei: Die Spieleigenschaften verändern sich auch bei großer Belastung nicht.

Eine Veränderung der Plätze wird kommen. Die Politik will sich für Übergangsfristen einsetzen, sodass sich die kleinen Klubs bzw. Gemeinden nicht in finanzielle Abenteuer stürzen müssen. Aber: Ein Kunstrasen muss nach zehn, bei guter Pflege nach 15 Jahren erneuert werden. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wird nur mehr die Möglichkeit bestehen, auf umweltfreundlichem Untergrund zu spielen.