Kropfreiter holt van Veen: "Bin großer Fan". Musik-Tausendsassa kommt zum fünften Mal nach Amstetten. Die NÖN bat AVB-Geschäftsführer Johann Kropfreiter zum Gespräch über den Allrounder.

Von Leopold Kogler. Erstellt am 23. März 2019 (10:48)
Pimras
Hermann van Veen gastiert in der Pölz-Halle.

Auf seiner Neue-Saiten-Tour macht Musik-Tausendsassa Hermann van Veen in Amstetten Halt. Und zwar am Dienstag, 26. März, ab 19.30 Uhr in der Pölz-Halle. Scheinbar mühelos singt er sein Repertoire in fünf Sprachen. 1966 stand er zum ersten Mal auf der Bühne, seitdem reist er rund um die Welt. Van Veen spielt Geige, singt, schreibt, komponiert, führt Regie, schauspielert, malt und ist der geistige Vater der berühmten Zeichentrick– Waisenente Alfred Jodokus Kwak. Karten: Kulturbüro im Rathaushof, unter 07472 / 601 – 454, sowie in allen Volksbanken und unter www.avb.amstetten.at.

Helmut Lackinger
Johann Kropfreiter blickt dem Auftritt von van Veen entgegen.

Es ist übrigens bereits der fünfte Besuch des Ausnahmekönners. Daher fragte die NÖN bei AVB-Geschäftsführer über das Entstehen der Zusammenarbeit nach.

NÖN: Sie bringen Herman van Veen zum fünften Mal nach Amstetten. Wie kam es dazu?

Johann Kropfreiter: „Meine erste Begegnung mit ihm hat in den 80er Jahren stattgefunden – als einer unter vielen begeisterten Herman van Veen Fans im Wiener Konzerthaus. Ich kannte ihn bis dahin kaum und war beeindruckt von seinen Texten und seiner Bühnenshow. Ich erinnere mich noch an eine hohe Gitterwand, die er immer wieder hochgeklettert ist und von dort aus er auch gesungen hat. Mit grellem Licht wurde dabei immer wieder das Publikum geblendet. Es war teilweise gespenstisch und unter die Haut gehend! Bei einem STS Konzert in Amstetten hab ich mich mit Karl Scheibmaier, dem Manager der Steirer Band, über van Veen unterhalten. Dass seine Agentur auch für ihn das Booking in Österreich macht, war mir nicht bekannt. So ist der Kontakt für sein erstes Konzert in der Pölz-Halle im Jahre 1995 zustande gekommen.“


Und warum sind Sie Hermann van Veen seit dieser Zeit treu geblieben?

Kropfreiter: „Es gibt für mich wenige Künstler im deutschsprachigen Raum, die derart viel an Können in sich vereinen. Er beherrscht sein Repertoire, das er selber schreibt, komponiert und singt, in fünf Sprachen. Sein Gesang begeistert mich, er spielt grandios Geige, kann den liebenswerten Clown mimen, führt Regie und schauspielert – und er greift in seinen Liedern Themen auf, die berühren, wachrütteln aber auch verstören. Und er ist ein wunderbarer Mensch, so wie ich ihn kennen lernen durfte! Ich kann nicht verheimlichen, dass ich über all die Jahre ein großer und treuer Fan von ihm geblieben bin.“


Was gefällt Ihnen an der Künstlerpersönlichkeit?

Kropfreiter: „Alles was ich schon zuvor gesagt habe und dazu noch seine Handschlagqualität. Herman van Veen hat mir anlässlich seines Konzerts im Oktober 2016 zugesagt, bei der nächsten Tournee Amstetten in den Tourplan aufzunehmen. Das war ursprünglich vom Management so nicht vorgesehen, da die davon nichts wussten. Ein Anruf mit diesem Hinweis hat genügt und Amstetten war mit dabei. Das ist nicht alltäglich in dieser Szene!"