Spital Amstetten bekommt mehr Parkplätze. Kurzfristig mehr Abstellflächen für Personal im Osten der Klinik, langfristig wird Parkhaus aufgestockt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 18. Juni 2019 (05:40)
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Am Parkplatz im Osten sollen 20 bis 30 zusätzliche Parkplätze für die Bediensteten des Landesklinikums freigegeben werden (von links): Vizebürgermeister Dieter Funke, Vizebürgermeister Michael Wiesner, Gemeinderätin Margit Huber, Stadtwerkedirektor Jürgen Hürner und der kaufmännische Direktor des Landesklinikums, Gernot Artmüller.Stadtgemeinde

Die Parkplatznot beim Krankenhaus sorgt seit Monaten für Unmut und Aufregung. Bei der NÖN meldeten sich zum Beispiel im März Anrainer von Eisenreichdornach zu Wort und beklagten, dass vor allem Schüler der Krankenpflegeschule rund um die Agathakirche alles zuparken und ihre Autos sogar auf privaten Wiesenstücken und beim Feuerwehrhaus abstellen würden.

Vertreter der Landeskliniken-Holding, des Betriebsrats und der Stadt haben sich zusammengesetzt, nach einer Lösung für die Misere gesucht und sie auch gefunden. „Um den Parkdruck kurzfristig etwas zu mindern, stellen die Stadtwerke künftig am beschrankten Parkplatz im Osten des Landesklinikums weitere 20 bis 30 Abstellflächen für Mitarbeiter zur Verfügung“, berichtet Vizebürgermeister Michael Wiesner.

Damit bleiben auf den öffentlichen Parkplätzen im Nahbereich des Spitals mehr freie Plätze für die Pflegeschüler und auch die Situation in Eisenreichdornach sollte sich entschärfen.

Ein Umsteigen von Bediensteten auf den öffentlichen Verkehr ist aufgrund der Dienstzeiten kaum möglich. „Dazu kommt, dass beim Schichtwechsel durch die notwendige Dienstübergabe sowohl das Nacht- als auch das Tagpersonal da ist. Kurzfristig sind da also sehr viele Parkplätze belegt“, sagt VP-Vizebürgermeister Dieter Funke. Bei der Stadt geht man davon aus, dass der Individualverkehr zum Krankenhaus in Zukunft eher noch zunehmen wird und somit auch der Bedarf an Abstellflächen.

Deshalb will Amstetten bei der dringend notwendigen Sanierung des Parkdecks des Landesklinikums auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Salz hat im Parkhaus Schäden angerichtet

Die Anlage wurde im Jahr 1997 errichtet und der Zahn der Zeit hat schon kräftig an ihr genagt. Weil die oberste Etage nicht überdacht ist, muss dort im Winter Salz gestreut werden und das ist natürlich Gift für die Bausubstanz. Es dringt mit dem Schmelzwasser und durch einfahrende Autos bis in die unteren Etagen vor. Die dadurch verursachten Schäden sind beträchtlich und müssen dringend behoben werden.

Ursprünglich hätte die Sanierung ja schon im Sommer starten sollen, das verzögerte sich aber, weil es zuvor noch die Besitzverhältnisse zu klären galt. Die Stadt wird einen noch bestehenden alten Leasingvertrag auszahlen und das Parkhaus in ihr Eigentum übernehmen.

Das ermöglicht ihr im Zuge der Sanierung dann auch gleich, eine Aufstockung des Gebäudes vorzunehmen. „Damit wollen wir 107 neue Stellflächen für Mitarbeiter und Besucher des Landesklinikums schaffen“, berichtet Wiesner. Die Landesklinikenholding hat in Aussicht gestellt, sich an den Kosten zu beteiligen. Die Planungsarbeiten und die dazu notwendigen Ausschreibungen sollten Ende 2019, spätestens Anfang 2020 abgeschlossen werden. Der Sanierungs- und Baubeginn ist für März 2020 vorgesehen, damit ab Sommer 2020 die zusätzlichen 107 Stellflächen zur Verfügung stehen können.

Unklar ist noch, ob das neue Parkdeck auch ein Dach bekommt und darauf eine Photovoltaikanlage installiert wird. Diesen Vorschlag hat Dieter Funke ja schon öfter eingebracht. „Da brauchen wir aber zuerst einen Planer und vor allem einen Statiker, die uns sagen, ob das baulich überhaupt möglich ist“, sagt der VP-Stadtrat.