Aktionen gegen Klimakrise. Aschbach pflanzt neue Bäume, fördert E-Mobilität und forciert intelligentes Wassermanagement.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 20. August 2019 (04:35)
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Bürgermeister Martin Schlöglhofer und und der Obmann des Umweltausschusses, Erwin Zeitlhofer bei der Baustelle im Ortszentrum. Wo es möglich ist, sollen im Sinne des Klimaschutzes auf den Parkbuchten Bäume gepflanzt werden.

Auch in Aschbach macht man sich über die Klimakrise Gedanken und überlegt, wie man dem fortschreitenden Wandel am besten begegnen kann. „Wir haben ja schon in der Vergangenheit Maßnahmen gesetzt, wie etwa die Errichtung einer Photovoltaikanlage am Bauhof oder auch den Ankauf von Elektroautos für den Bauhof“, sagt Bürgermeister Martin Schlöglhofer.

Nun will man bei der Erschließung der Baugründe am Lagerfeld neue ökologische Wege gehen, mithilfe eines intelligenten Wassermanagements: „DrainGarden“ nennt sich das Konzept. „Geplant ist, die 20 bis 25 Bauparzellen, die dort entstehen, mit einem speziellen Bodensubstrat zu versehen, einer Art porösem Gesteinsmaterial. Dieses soll das Oberflächenwasser und auch die Dachwässer der Gebäude aufnehmen und langsam in den Untergrund abgeben“, sagt Schlöglhofer. Zudem will man eine Art Zisternensystem errichten, sodass die künftigen Bewohner Regenwasser auch zum Beispiel zum Gartengießen nutzen können.

Gedanken macht man sich in Aschbach aber auch über die Begrünung des Zentrums. Derzeit wird ja der Bereich von der Kirche bis zum Rathausplatz neu gestaltet. „Da sind auch Parkbuchten geplant und da schauen wir uns an, ob wir da nicht noch den einen oder anderen Baum pflanzen können. Denn jeder Baum bedeutet mehr Beschattung und CO2-Reduktion. Das wird in Zukunft immer wichtiger werden“, betont Schlöglhofer. Bis zum Spätherbst sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Asphaltiert wird erst im nächsten Jahr.

Ein Elektro-Auto zum Ausborgen

Die Gemeinde setzt aber auch eine neue Initiative in Sachen E-Mobilität. Sie hat ein Elektroauto angekauft, das den Bürgern ab September zur Verfügung stehen wird. „Man wird sich über eine App anmelden können. Wir wollen der Bevölkerung die Möglichkeit geben, ein derartiges Auto einfach einmal auszuprobieren, aber auch regelmäßig damit zu fahren“, sagt der Ortschef.

Die genauen Konditionen, werden rechtzeitig bekannt gegeben. Die Gemeinde verfügt ja auch schon über zwei Elektro-Räder, die von den Aschbachern regelmäßig genutzt werden. Und auch zwei Schnuppertickets hat die Gemeinde angekauft, die es Bürgern ermöglichen, mit der Bahn kostenlos nach Wien zu fahren. „Auch da geht es natürlich darum, die Leute auf den Geschmack und ihnen die Vorteile des öffentlichen Verkehrs nahe zu bringen“, erklärt Schlöglhofer.