Anlage für Schule als vorbildliches Projekt in Ertl. Gemeinde stellte das Schuldach für Photovoltaikanlage der Firma „10hoch4“ zur Verfügung. Finanziert wurde Projekt mit Bürgerbeteiligung, der Strom fließt in die Schule.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 25. September 2020 (05:15)
Bei der offiziellen Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage auf dem Schuldach (von links). Umweltgemeinderat Manfred Kalkgruber, Nationalrat Andreas Hanger, „10hoch4“-Geschäftsführer Michael Pierer und Bürgermeister Josef Forster.
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Am Freitagnachmittag wurde – passend bei strahlendem Sonnenschein – die Photovoltaikanlage auf der Schule offiziell in Betrieb genommen. Die Gemeinde hat die Fläche zur Verfügung gestellt, errichtet wurde die Anlage von der Firma „10hoch4“.

Die Kosten in Höhe von 90.000 Euro haben die Ertler gestemmt. 19 Bürger haben Anteile erworben und bekommen nun jährlich eine Rendite in Höhe von zwei bis drei Prozent ausbezahlt (je nach Laufzeit ihrer Beteiligung).

„Es ist dies bereits die dritte Photovoltaikanlage, die in Ertl entstanden ist und sie ist wieder ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz, denn viel von der Energie, die am Dach erzeugt wird, wird in der Schule verbraucht“, sagt Ortschef Josef Forster. Er hob vor allem das Engagement von Umweltgemeinderat Manfred Kalkgruber hervor, dem die Verwirklichung des Projekts zu verdanken sei.

Der Geschäftsführer der Firma „10hoch4“, Michael Pierer, dankte der Gemeinde für die Zurverfügungstellung des Schuldaches und den Bürgern für die Beteiligung am Projekt. Sie werden im Juni nächsten Jahres eine erste Rendite ausbezahlt bekommen. Die Anlage liefert 101 kWp, damit könnte man 17 Einfamilienhäuser mit Energie versorgen. Gleichzeitig wird umgerechnet jährlich der CO 2 -Ausstoß von 17 Pkw einspart.

360 Module wurden am Schuldach montiert. Pierer hob auch die Vorbildwirkung solcher Projekte hervor. „Wir wissen aus Erfahrung, dass dadurch viele Familien motiviert werden, auf ihren Privathäusern ebenfalls Photovoltaikanlage zu errichten.“

Nach 20 Jahren geht die Anlage übrigens in den Besitz der Gemeinde über. Nationalrat Andreas Hanger gratulierte der Dorfgemeinschaft zur Verwirklichung des Projekts. „Es kann Vorbild für andere Gemeinden sein. Es ist wichtig für den Klimaschutz und es zeigt, wie man so eine Anlage marktwirtschaftlich finanzieren kann.“