13-Jähriger begeistert mit Zaubertricks. 13 Jahre ist „Florian B“ aus Winklarn und hat sich als Magier längst einen Namen gemacht.

Von Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 16. Mai 2019 (04:50)
Werner Burgstaller
Florian Brandstetter zählt zu den jüngsten Zauberern Österreichs und in Insiderkreisen gilt er auch als einer der Talentiertesten. „Lampenfieber kenn’ ich nicht“, meint der13-Jährige. „Wenn ich loslegen kann, bin ich ganz in meinemElement. Ichverzaubere eben alle gerne!“Burgstaller

Andere Jungs in seinem Alter stehen auf Fußball und Computerspiele, Florian Brandstetter mag Entertainment und die Zauberei. „Ich habe mir immer schon gerne die auf SAT1 seit 2015 laufende Fernsehsendung „Mindmagic – Die perfekte Illusion“ mit Victor Mids angesehen“, sagt der 13-Jährige.

„Das hat mich fasziniert und schlussendlich wollte ich selbst manche Tricks ausprobieren. Dafür legte ich mir zunächst die fünfbändige Ausgabe von Roberto Giobbis „Die große Kartenschule“ zu, um die nötige Fingerfertigkeit zu erlangen, die man nun mal zum Zaubern so braucht. Auch auf You Tube gibt es Videos, die mir weitergeholfen haben“, erzählt er.

Mit viel Hartnäckigkeit, Geduld, täglich bis zu drei Stunden üben, und Lehrmeistern wie Eddy M., Helmut Gröbl und Wolfgang Moser, Vize-Weltmeister und mehrfacher österreichischer Staatsmeister im Zaubern, perfektioniert der junge Winklarner Schritt für Schritt seine Berufung. „Das Zaubern ist längst meine absolute Leidenschaft geworden“, gesteht Florian, der die 4a der NMS Neuhofen an der Ybbs besucht. „Gute Schulnoten brauche ich mir zum Glück nicht zu zaubern, die schaffe ich auch so“, meint er lachend.

Als er im Sommer 2016 zufällig in Wels beim Nivea Sommerfest auf Robert Steiner von „Oki Doki“ traf, hat dieser ihn gebeten, ihm einige Zauberkunststücke mit den Karten vorzuführen. „Er war so begeistert, dass er nur zwei Monate später in der Kronen Zeitung einen Artikel über mich veröffentlichte. Das fand ich echt cool“, sagt Brandstetter.

Erste Plätze bei Talentwettbewerben

Seinen ersten offiziellen Auftritt hatte Florian B, wie sich der Nachwuchs-Magier nennt, im Gymnasium Seitenstetten. Mittlerweile hat er schon unzählige Vorführungen hinter sich, bei Geburtstagsfeiern, Schulveranstaltungen und zum Beispiel auch beim Abschluss des Winklarner Ferienspiels. Außerdem hat Florian bereits bei zwei Talentwettbewerben den ersten Platz gemacht und am 6. Dezember des vergangenen Jahres die Aufnahmeprüfung bei den Zauberfreunden Steyr erfolgreich absolviert. „Seit 19. Dezember bin ich nun dort offiziell das jüngste Mitglied und habe 29 Kollegen. Sie haben mich unter ihre Fittiche genommen und es ist echt toll, was ich alles von ihnen lernen kann.“

Florian Brandstetter verzaubert wortwörtlich alle. „Vor einem halben Jahr bei einem Kindergeburtstag war es ganz lässig. Zunächst waren die Kids, die alle so um die sechs Jahre alt waren, eher still. Als ich dann mein erstes Zauberkunststück vorgeführt habe, sprang plötzlich ein Bub auf und rief laut. ,Hey, der kann ja echt zaubern. Das ist ein echter Zauberer!‘, erinnert sich Florian. Er überrascht seine Zuschauer immer wieder, weil viele denken, dass er mit 13 Jahren als Zauberer noch nicht so viel drauf haben kann.

Ein Irrtum, denn Florian gilt in Insiderkreisen bereits jetzt als großes Talent. Auch die NÖN waren von Florians Kartentricks begeistert. Auf die Frage, wie er das macht, meinte Florian. „Das fragt mich meine Mama auch immer. Aber lasst euch doch einfach verzaubern!“

In seinem Jugendzimmer bewahrt der junge Winklarner derzeit bereits mehr als 200 Kartenspiele auf, mehrere Laden sind mit diversen Zauberutensilien für seine Tischshows gefüllt und ein großer Kasten ist randvoll mit Bühnenaccessoires.

Berufliche Karriere als Magier vorstellbar

Immer mit dabei bei seinen Auftritten sind seine Eltern. „Papa als Roadie und Mama als Managerin. Ich habe auch eine eigene Homepage. Unter www.florianb.at findet man alles über mich.“

Lampenfieber kennt Florian übrigens so gut wie gar nicht. Wer ihn bewundern will, der hat am 19. Mai beim Winklarner Gesundheits-Mobilitäts- und Sicherheitstag von 12 bis 14 Uhr die Gelegenheit dazu. Da tritt er mit Close Up Kunststücken auf, zaubern wird er aber auch im Rahmen des Winklarner Ferienspiels im Sommer und am 7. September am Am-stettner Hauptplatz beim Schulstartfest.

Und wie sehen eigentlich die Zukunftspläne des Jung-Magiers aus? „Nächstes Ziel ist, ich möchte die IT-HTL in Ybbs absolvieren und danach vielleicht etwas beim Radio oder Fernsehen machen. 

Aber eventuell werde ich auch hauptberuflich Magier. Wer weiß!“