Nach Bus-Panne: Notlager im Georgsaal. 81 Menschen aus Rumänien „strandeten“ mit ihrem Bus auf der Durchreise und wurden vom Roten Kreuz versorgt. Die Notunterkunft befand sich im Georgsaal der Gemeinde St. Georgen am Ybbsfelde (Bezirk Amstetten).

Von Peter Führer. Erstellt am 13. September 2019 (11:17)

Als Retter in der Not agierten das Rote Kreuz, die Feuerwehren St. Georgen und Blindenmarkt und die Polizei am gestrigen Donnerstag. Sie rückten aus, um 81 Rumänen, die mit ihrem Bus aufgrund einer Panne auf der Autobahn Höhe Gumpenberg am Vormittag „gestrandet“ waren, zu versorgen.

Die Rumänen, die in Deutschland und England wohnhaft sind, waren auf der Rückreise vom Urlaub. Darunter auch viele Familien mit Babies und Kindern sowie Senioren und zum Teil erkrankte Personen. Eine Frau musste zur Untersuchung in das Landesklinikum gebracht werden.

„Zuerst hofften die Menschen, dass man das technische Gebrechen reparieren kann. Das war aber nicht möglich, daher wartete man auf einen Ersatzbus“, berichtet Herbert Haselsteiner vom Roten Kreuz vom Einsatz. Als Notunterkunft konnten die Reisenden nach Kontaktaufnahme mit der Gemeinde den Georgsaal nutzen.

Lebensmittelgeschäft sperrte für Familien auf

Im Georgsaal versorgte das Rote Kreuz die Menschen unter anderem mit Gebäck der Bäckerei Moshammer. Das Kaufhaus Reschauer sperrte am Abend für die hungrigen Familien sogar extra auf.

„Um etwa 23 Uhr ist dann der Ersatzbus gekommen und die Menschen konnten ihre Reise fortsetzen. Sehr hilfreich war auch eine St. Georgner Dolmetscherin mit rumänischen Wurzeln. Sie hat die Verständigung massiv erleichtert“, erinnert sich Haselsteiner zurück. Das Rote Kreuz war mit 29 Mann im Einsatz.