Cassis-Eis wurde geadelt. In der Café-Bäckerei von Karl Heinz Kammerhofer gibt es ausgezeichnetes Eis, wie das Goldene Stanitzel beweist. Regionale Zutaten sind die Grundlage des Erfolges.

Von Christa Aichinger. Erstellt am 31. Juli 2020 (03:54)
Karl Heinz Kammerhofer freut sich sehr über seine Top-Auszeichnung, das Goldene Stanitzel. Er empfiehlt jedem Besucher, sich selbst von der Qualität des fruchtigen Siegereises Cassis zu überzeugen.
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Obwohl die Wieselburger Messe aufgrund der Coronakrise heuer nicht stattfand, gab es trotzdem für Eisproduzenten die Möglichkeit, am beliebten Produktwettbewerb für das „Goldene Stanitzel“ teilzunehmen. Karl Heinz Kammerhofer vom Café-Bäckerei Kammerhofer hat allen Grund zu feiern, da ihm diese Top-Auszeichnung kürzlich für sein Cassiseis, (hergestellt aus schwarzen Johannisbeeren) das er in der Kategorie „Eisspezialitäten“ eingereicht hatte, verliehen wurde. Vier dieser begehrten Trophäen wurden unter Teilnehmern aus fünf Bundesländern (55 Proben wurden eingereicht) bei diesem einzigen, österreichweiten Wettbewerb vergeben.

„Natürlich haben wir uns sehr gefreut über diese wunderbare Auszeichnung! Der Grund, warum ich bei diesem Wettbewerb mitgemacht habe, ist der, auch die Eisqualität extern überprüfen zu lassen und sich umzuhören, was andere dazu sagen sowie zu erfahren, wie Fachleute das Eis bewerten“, erklärt Kammerhofer.

Schon im Jahr 2017 erhielt er übrigens eine Goldmedaille für sein Haselnusseis. Untersucht und bewertet wurde das Speiseeis nach Aussehen, Gefüge (Konsistenz, Schmelzverhalten) und vor allem nach Geschmack. „Das Geheimnis beim Eismachen ist, dass man nur gute Zutaten nimmt! Regionalität spielt da für uns eine wichtige Rolle“, verrät der Bäckermeister. Oft verändert er einfach nur ein wenig die Nuancen, also das Verhältnis der Rohstoffe oder die Säure – alles mit viel Feingefühl. „Wir erzeugen das Eis selber, darauf sind wir stolz.

In der Hochsaison wird hier in Seitenstetten einmal pro Woche Eis produziert – je nachdem, welche der vielen köstlichen Eissorten gerade am Gefragtesten ist“, berichtet Kammerhofer. Er ist aber durchaus auch experimentierfreudig. „Wir haben schon exotische Eissorten ausprobiert, wie zum Beispiel Zwetschgen Mohneis oder Karamell-Pop corneis. Das Schöne daran ist ja, dass man relativ viele Variationen machen kann.“ Richtige Verkaufsschlager werden die Exoten meist aber nicht. Denn grundsätzlich gilt auch beim Eis die Regel, die besagt, dass 80 Prozent des Umsatzes mit 20 Prozent des Stammsortiments erreicht werden.

Kammerhofer betreibt übrigens auch noch ein Café in St. Peter/Au. Auch dort können sich die Gäste einige der tollen Eissorten und natürlich das Siegereis Cassis im Mund zergehen lassen.