Neues Hallenbad und großer Freizeitpark im Außenbereich. ÖVP und Grüne präsentierten am Freitag in einer Pressekonferenz ihr Konzept für die Umgestaltung des Amstettner Naturbades. Das Hallenbad soll abgerissen und gänzlich neu gebaut werden, der Naturteich im Außenbereich und auch das Becken dort sollen einer großen Park- und Freizeitanlage mit Spiel- und Wasserspielgeräten weichen. Schwimmen wird man vorerst nur in der Halle können, es wird aber auch eine direkte Verbindung zur Ybbs geschaffen. Langfristig ist in den nächsten zehn Jahren im Freibereich die Errichtung eines 50-Meter-Beckens angedacht.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 23. April 2021 (14:14)
ÖVP-Bürgermeister Christian Haberhauer (links) und Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder von den Grünen präsentierten ihr Konzept für die Neugestaltung des Amstettner Hallen- und Freibades.
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Der Neubau des Hallenbades und der Umbau des Freibades sollen (in der Ausbaustufe 1) in den Jahren 2022 und 2023 über die Bühne gehen. Das Hallenbad soll künftig eine großzügige Vereins- und Sportzone, einen Fitnessraum, einen Liegebereich, einen Baby- und Kleinkinderbereich, ein kleineres Multifunktionsbecken und ein großes Becken mit sechs Schwimmbahnen (voraussichtlich 25 Meter lang) umfassen.  "Es muss für Vereine, und Sportschwimmer, Schulen, Familien mit Kindern und Senioren attraktiv sein. Und der Eintritt soll für alle Bürger leistbar sein", sagt Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP).

Der Freibereich wird künftig kostenlos zugänglich sein. "Wir wollen ihn zu Niederösterreichs größter kostenlos erlebbarer ,Natur im Garten'-Fläche mit einem riesigen Action- und Wasserspielplatz machen, also zum Garten für alle Amstettner ", sagt Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Grüne). Der Basketballplatz und der Beachvolleyballplatz bleiben natürlich erhalten. 

Die Tage des Amstettner Naturbades sind gezählt. Das bestehende Gebäude wird geschleift und in den Jahr 2022 und 2023 ein neues Hallenbad errichtet.
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Eine Sauna im Hallenbad wird es übrigens nicht mehr geben. Es soll aber in der Ausbaustufe 2 (innerhalb von etwa fünf Jahren) auf dem Gelände ein eigener Saunabereich errichtet werden. 

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt, also Hallenbad und Freibereich, sollen sich laut ÖVP und Grüne auf maximal 14 Millionen Euro belaufen. Es werde Aufgabe des Planers sein, im Rahmen dieser Summe die gestellten Anforderungen zu erfüllen. Haberhauer kündigt an, dass es bezüglich Finanzierung Gespräche über eine Beteiligung der Umlandgemeinden geben werde, weil ja auch deren Bürger und vor allem die Schulen das Hallenbad nutzen.

Natürlich muss das Projekte auch noch in den Gremien der Stadt beschlossen werden, wo ÖVP und Grüne aber eine Mehrheit haben. 

"Der Baubeirat hat heute jedenfalls grünes Licht für die Planung gegeben. In etwa einem Monat werden wir erste Entwürfe am Tisch haben", berichtete Haberhauer am Freitagnachmittag.

Genaueres zu den Umbauplänen und Stellungnahmen der anderen Fraktionen lesen Sie in Ihrer nächsten NÖN-Ausgabe.