Donaukraftwerk: Für ein stabiles Netz. Die innovative „Blue Battery“ kann in Sekundenbruchteilen das Stromnetz stabilisieren.

Von Peter Führer. Erstellt am 23. September 2020 (05:16)
Freuen sich über die Inbetriebnahme der innovativen „Blue Battery“ (von links): Herbert Froschauer (Bürgermeister Mitterkirchen), Werksgruppenleiter Reinhard Kremslehner, Michael Amerer (Geschäftsführer Hydro Power GmbH) und Christian Marschalek (Vizebürgermeister Wallsee-Sindelburg).
Peter Führer

Eine zukunftsweisende Technologie konnte beim Donaukraftwerk Wallsee-Mitterkirchen präsentiert werden. Künftig sorgt die Flexibilitätsanlage „Blue Battery“ dafür, dass die Effizienz und Versorgungssicherheit in Österreich erhöht werden.

„Ein wichtiges Statement, dass wir aus der Krise rauskommen werden.“OÖ Landeshauptmann Thomas Stelzer

Im Beisein von Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer und zahlreichen Führungskräften von Verbund sowie von Wallsees Vizebürgermeister Christian Marschalek feierte man am vergangenen Donnerstag am Standort die Aktivierung der innovativen Anlage.

„Diese umfangreiche Investition des Unternehmens ist nicht nur ein wichtiges Statement, dass wir aus der Krise rauskommen werden, sondern auch ein Zeichen dafür, dass man an den Standort glaubt. Wir brauchen für den Ausbau der erneuerbaren Energien Ideen wie diese“, betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer und wünschte für das Projekt alles Gute.

Wie Karl Heinz Gruber, Geschäftsführer der Verbund Hydro Power GmbH, erklärte, handelt es sich bei der „Blue Battery“ um Österreichs größte Batterie. Das Projekt kombiniere in einzigartiger Weise blaue Wasserkraft und grüne Energie.

„Die Blue Battery kann bei Bedarf in Sekundenschnelle Primärregelleistung anbieten und damit einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit in Österreich leisten“, erläuterte Gruber. So könne man für mehr Flexibilität sorgen und Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Projekte wie dieses seien Garant dafür, dass das Netz auch künftig stabil bleibt.

Großbatterie schont die Maschinen im Kraftwerk

Wie Michael Amerer, ebenfalls Geschäftsführer der Verbund Hydro Power GmbH, ergänzte, rechnet man beim Konzern durch die Investition (7,2 Millionen Euro) weiters mit deutlichen Einsparungen bei den Instandhaltungskosten. „Die Einsätze werden häufiger und beanspruchen die Maschinen. Mit der Großbatterie schonen wir die Anlage und sind trotzdem jederzeit einsatzbereit“, verriet er den anwesenden Gästen.

Da neue gesetzliche Vorgaben vorsehen, dass Österreich bis 2030 seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien decken soll, steht auch der Verbund vor großen Herausforderungen. „Es braucht Stabilisatoren wie diese Batterie, damit diese Ziele erreichbar sind. Bei dem Projekt handelt es sich um einen großen Schritt Richtung Energiezukunft“, fügte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Verbund, Michael Strugl, hinzu. Man trage als Verbund auch Verantwortung für die Energiewende und nehme diese mit Innovationen wie diesen wahr, unterstrich weiters Achim Kaspar, zuständiges Vorstandsmitglied für den Erzeugungsbereich.