Trinkwasser in Holzhausen verunreinigt. Enterokokken und coliforme Bakterien wurden nachgewiesen.

Von Peter Führer. Erstellt am 16. Juli 2019 (04:06)
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In Holzhausen (Kollmitzberg) kämpft man wieder mit verunreinigtem Trinkwasser. Bereits im Jahr 2017 berichtete die NÖN über Belastung durch Bakterien.

Seit Anfang Juli gibt es in Holzhausen Probleme mit dem Trinkwasser. So wurden die Anrainer in einem Schreiben vom 1. Juli darüber informiert, dass das Wasser vor dem Verzehr abgekocht werden muss. Wie lange es bereits Verunreinigungen gab, sorgt bei einer Bewohnerin für Unsicherheit.

„Angeblich sind Enterokokken im Wasser. Die verbreiten sich dann im Körper des Menschen. Ich weiß nicht, wie viele Häuser es betrifft. Mit uns hat auch niemand gesprochen. Wir wissen nicht, wie lange es noch dauern wird“, berichtet die Holzhausenerin.

Verunreinigung schon seit längerer Zeit?

Sie müsse derzeit Wasser zukaufen und habe gehört, dass das Problem eventuell mit undichten Senkgruben zusammenhängen könnte. „Ich glaube, dass da schon länger etwas nicht gepasst hat. Ich habe in den vergangenen Wochen immer wieder einen Ausschlag bekommen und befürchte, dass das mit der Verunreinigung zusammenhängt“, so die Anrainerin.

Auf NÖN-Nachfrage klärt Christian Pfaffeneder, Obmann der Wassergenossenschaft Kollmitzberg II, über die Situation vor Ort auf. „Zunächst waren coliforme Bakterien im Wasser, es blieb aber genießbar. Wir haben das Wasser dann gereinigt. Bei der nächsten Prüfung wurden dann Enterokokken ausgewiesen. Woher die hergekommen sind, wissen wir aber noch nicht“, erklärt er.

Mit dem Problem hätten auch andere Gemeinden, etwa im Mühlviertel, zu kämpfen. In der Vorwoche führte man eine Chlorung durch. „Wir haben auch die Quellen prüfen lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Davon geht die Verunreinigung nicht aus. Jetzt haben wir in Tiefbrunn und bei den Hochbehältern gereinigt“, führt Pfaffeneder weiter aus.

Wie lange das Trinkwasser noch abgekocht werden muss, kann er indes nicht sagen. „Wir müssen dann wieder prüfen lassen und es kann dauern, bis das Ergebnis da ist. Natürlich hoffen wir, dass das alles schnell gehen wird.“