Hörlezeder: „Neurologie-Absiedlung verhindern“. Laut Vizebürgermeister Hörlezeder gibt es klaren Konsens in der schwarz-grünen Stadtregierung.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Juli 2020 (04:52)
Vor der Neurologie: Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder, Betriebsrat Wolfgang Schoder und Ortsvorsteher Manuel Scherscher.
privat

Die Grünen sehen in der Absiedlung der Neurologie aus Mauer auch das „Ende der Versorgungssicherheit für die Menschen in unserer Region und das kann ich als Vizebürgermeister nicht hinnehmen“, sagt Dominic Hörlezeder.

Es gehe da nicht nur um die Bettenstationen, sondern auch um wichtige Untersuchungen, die von der Neurologie für Patienten anderer Abteilungen von Mauer durchgeführt würden. Die Betroffenen müssten dann zu Untersuchungen in andere Krankenhäuser gebracht werden. „Ich halte das Ganze für plan- und sinnlos. Beschämend ist für mich der einstimmige Landesregierungsbeschluss für dieses Vorhaben. ÖVP, SPÖ und FPÖ haben diese katastrophale Entwicklung zu verantworten“, sagt Hörlezeder.

Bei einem runden Tisch in Amstetten besprachen Hörlezeder und die Grüne Landtagsabgeordnete Silvia Moser die Problematik mit Bürgermeister Christian Haberhauer, Ortsvorsteher Manuel Scherscher und Betriebsrat Wolfgang Schoder. Aus Hörlezeders Sicht gibt es einen klaren Konsens der schwarz-grünen Stadtregierung: „Die Schließung der Neurologie muss unter allen Umständen verhindert werden.“

Scherscher und Hörlezder statteten in der Vorwoche der Neurologie selbst einen Besuch ab. Ihr Resümee dazu: Die Station sei auf dem neusten Stand, medizinisch top ausgerüstet und durchgehend belegt. Das Einzugsgebiet sei riesig und reiche von St. Gallen in der Steiermark bis ins Waldviertel. „Besonders eindrucksvoll waren für mich aber die Begeisterung und das Engagement, mit dem das Krankenpflegepersonal und die vorwiegend weiblichen Therapeutinnen und Ärztinnen für ihre Patienten da sind und auch weiterhin in Mauer da sein möchten“, sagt Scherscher.