Gemeinde fordert Ende des „140ers“. Zeillerner Gemeinderat beschloss Resolution gegen die Geschwindigkeitserhöhung auf der Autobahn.

Von Peter Führer. Erstellt am 26. März 2019 (05:01)
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Zeillerns Bürgermeister Friedrich Pallinger verweist auf die stets steigende Lärm- und Schadstoffbelastung durch das höher werdende Verkehrsaufkommen.

Um sich gegen die erhöhte Lärm- und Schadstoffbelastung zur Wehr zu setzen, hat der Zeillerner Gemeinderat in der Vorwoche eine Resolution gegen die Geschwindigkeitserhöhung auf der A1 Westautobahn beschlossen. Zentrale Forderungen: Ende des „140ers“ und Prüfung einer 100er-Beschränkung.

Lärmbelastung und Emissionen als Gründe

„Der Gemeinderat der Marktgemeinde Zeillern fordert die Österreichische Bundesregierung durch den zuständigen Bundesminister auf, die rechtlich möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um den Probebetrieb von 140 km/h auf der A1 Westautobahn im Gemeindegebiet von Zeillern einzustellen und zu überprüfen, ob eine reduzierte Geschwindigkeit im Interesse der Bevölkerung auf 100 km/h möglich ist“, heißt es in dem Schreiben. Dieses wird an das Büro von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) übermittelt.

„Widerspricht jedem Gesundheitsgedanken“

Begründet wird die Forderung nach einer Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit damit, dass die Marktgemeinde Zeillern eine Feinstaubsanierungsgemeinde in Niederösterreich ist. „Mehr als 65 Prozent der Feinstaubbelastung resultieren aus dem Bereich des Verkehrs. Eine Erhöhung der Geschwindigkeit auf 140 km/h und damit auch bewusst eine Erhöhung der Co2-Emissionen in einer Feinstaubsanierungsgemeinde in Kauf zu nehmen, widerspricht jedem Gesundheits- und Umweltgedanken“, wird in der mehrheitlich beschlossenen Resolution betont.

Eine jährliche Belastung von mehr als drei Millionen Kraftfahrzeugen sei eine starke Beeinträchtigung durch die entstehenden Abgase und den entstehenden Lärm. Da es momentan keine aktuellen Messungen, sondern nur Berechnungen gebe und dabei bereits die Grenzwerte der Schwellenwerte erreicht wurden, wäre als mögliche rasch umsetzbare Maßnahme eine Geschwindigkeitsbeschränkung zu verordnen.

„Immer wieder berichten Bürger von der erhöhten Lärmbelästigung. Wir wollen mit dieser Maßnahme auf diese Situation aufmerksam machen und eine Gegenstimme sein. Die Resolution wird auch an die Niederösterreichische Landesregierung übermittelt. Natürlich hoffen wir, dass die Landesregierung uns bei diesem Anliegen unterstützt“, führt Zeillerns Bürgermeister Pallinger (ÖVP) aus.

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