Badener Messerstecher gestand zweite Tat. Jener Mann, der am 12. Dezember 2019 einen Taxilenker in der Stadt Baden brutal überfallen und beinahe getötet hatte, führte ähnliches Verbrechen bereits kurz davor aus.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 01. April 2020 (12:57)

Bei der ersten Tat handelt es sich um einen brutalen Angriff auf einen Taxilenker in der Stadt Baden, dieser ereignete sich am 12. Dezember 2019 gegen ein Uhr in der Früh. Damals setzte sich ein vorerst unbekannter, männlicher Täter am Taxistandplatz Baden-Josefsplatz auf die Rückbank eines Taxis.

Der Mann forderte den Taxilenker auf, ihn zu einer Adresse in Baden zu chauffieren. Als das Taxi kurze Zeit später am Bestimmungort ankam, attackierte der Fahrgast den Taxilenker brutal mit einem etwa 30 cm langen Messer. Dabei erlitt das Opfer lebensbedrohliche Stich- und Schnittverletzungen im Hals-bzw. Kopfbereich.  Das schwerstverletzte Opfer wurde in Landesklinikum Baden eingeliefert und musste mehrere Tage intensivmedizinisch betreut werden.

Als Täter stellte sich damals nach intensiven Ermittlungen ein 23-Jjähriger wohnungsloser Mann der Polizei. 

Der 23-Jährige zeigte sich im Zuge der Vernehmungen durch Beamte der Raubgruppe des Landeskriminalamtes NÖ geständig, den Raubüberfall auf den Taxifahrer verübt und auch in Kauf genommen zu haben, dass der Mann durch die brutale Attacke stirbt. Als Motiv nannte er seine aussichtslose finanzielle und private Situation.
Der Beschuldigte wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt in das Gefangenhaus des Landesgerichtes Wiener Neustadt eingeliefert.

Im Zuge weiterer Erhebungen durch Beamte der Raubgruppe des Landeskriminalamtes NÖ konnte in Zusammenarbeit mit Kriminalbeamten der Polizeiinspektion Baden auch ein ähnlich brutaler, bislang ungeklärter Überfall auf einen  57-jährigen Mann aus dem Bezirk Baden aufgeklärt werden. Die Tat ereignete sich am 1. November 2019 im Stadtgebiet von Baden. Auch diesbezüglich zeigte sich der 23-jährige Beschuldigte jetzt geständig.

Der 57-Jährige befand sich damals von einem Lokalbesuch am Heimweg, als er von dem 23-Jährigen mit einem 30 cm langen Messer mehrmals attackiert wurde und dabei schwere Schnitt- und Sehnenverletzungen im Halsbereich erlitt. Der Grund des Angriffs: Der 23-jährige wollte den Mann ausrauben.

Dem Überfallsopfer gelang es damals, durch lautstarke Hilferufe auf sich aufmerksam zu machen, worauf der Täter, ohne an Bargeld gelangt zu sein, vom Tatort unerkannt flüchten konnte. Als Motiv für den Überfall und die brutale Vorgehensweise nannte der Beschuldigte auch in diesem Fall seine finanzielle und private Notlage.

Beide Überfallsopfer mussten auf Grund ihrer schweren Stich- und Schnittverletzungen mehrmals operiert und intensivmedizinisch betreut werden. Beide Opfer leiden auf Grund der Verletzungen nach wie vor an körperlichen Einschränkungen und sind durch das brutale und äußerst aggressive Vorgehen des Täters nach wie vor traumatisiert.