Anfechtung in Alland. Liste „All“ verpasste den Einzug wegen einer einzigen Stimme. Obmann Dollensky will das nicht einfach hinnehmen.

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 22. Februar 2020 (03:59)

Die Bürgerliste „All“ hat wegen einer fehlenden Stimme den Einzug ins Gemeindeparlament verpasst. All-Obmann Erwin Dollensky, hat daher aus verschiedensten Gründen das Wahlergebnis der Marktgemeinde Alland angefochten.

Einer der Fehler sei gewesen, dass die Liste All, drittstärkste Partei in der vergangenen Periode, auf den Wahlzetteln hinter der FPÖ auf den vierten Platz gereiht worden war. Dies sei laut Dollensky ein Nachteil für seine Liste gewesen. Auch hätten eigene „ÖVP-Alland Bestimmungen“ für zusätzliche Verwirrung beim Auszählen gesorgt. Ebenso seien die Fristen für die Briefwahl zu knapp bemessen gewesen. Dieser Umstand liegt jedoch außerhalb des Einflussbereiches der Gemeinden.

ÖVP-Bürgermeister Ludwig Köck sagt zur Anfechtung: „Die Gemeinde Alland hat alle Unterlagen der Landeswahlbehörde übermittelt und wartet jetzt auf das Ergebnis. Bis dahin sind die Gemeindevertreter der vorigen Periode weiterhin im Amt.“

ÖVP-Obmann Martin Rapold bedauert, dass wegen der Wahlanfechtung wichtige anstehende Aufgaben der Gemeinde aufgeschoben werden müssen: „Anstatt zu arbeiten, müssen wir uns mit nicht stichhaltigen Einwänden herumschlagen.“