Mehr Sicherheit für Radfahrer in baden. Stadtgemeinde will Gefahrenzonen im städtischen Rad-Verkehr entschärfen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 25. Mai 2019 (04:04)
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Stefan Szirucsek, Helga Krismer und Helmut Hofer-Gruber wollen mit vielen kleinen Maßnahmen eine große Wirkung erzielen.

Die Stadt Baden arbeitet kontinuierlich an Ausbau und Optimierung ihres Radwegenetzes, betonen VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek, Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) und NEOS-Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber.

Pohl
Dieser Gerätekasten wurde nun versetzt.

Auffällig seien dabei in erster Linie größere Projekte wie die Schaffung der Radverbindung zum Haidhof. „Genauso wichtig sind jedoch unsere vielen kleinen Maßnahmen, die das Radeln im täglichen Leben angenehmer und sicherer machen“, ruft Vizebürgermeisterin Helga Krismer in Erinnerung, wie wichtig es ist, dass eine Stadt wachsam bleibt und reagiert, wenn Gefahrenzonen erkannt werden.

So machte etwa ein direkt am Radweg entlang der Wiener Straße platzierter Schaltkasten Radfahrern oft das Leben schwer. Stadtchef Szirucsek ist es in Gesprächen mit den zuständigen Stellen gelungen, den Kasten so versetzen zu lassen, dass Radler künftig auch dort sicher unterwegs sind.

„Die bestehenden Längsparkstreifen bleiben dabei unverändert"

In der nächsten Gemeinderatssitzung stehen weitere Radinfrastruktur-Maßnahmen an. So ist die Entschärfung der engen Linkskurve in der Grabengasse – im Bereich Schumits – geplant, indem der Mehrzweckstreifen im Kurvenbereich um fünf bis zehn Zentimeter angehoben und ein mit 7-Zoll-Granitwürfeln ausgeführtes Schrägbord geschaffen wird, um ein gefährliches Kurvenschneiden durch Autofahrer zu unterbinden. „Die bestehenden Längsparkstreifen bleiben dabei unverändert“, ergänzt Szirucsek.

Die nächste Maßnahme betrifft den entlang der Südbahn verlaufenden Radweg, der eine innerstädtische Hauptroute darstellt. Mit seiner Verbreiterung im Bereich Unterführung Braitnerstraße um 1,5 Meter und der parallelen Anpassung des Kreuzungsbereiches werde die Verkehrssicherheit deutlich optimiert. Und zur Verbesserung der im Arthur Schnitzler Park beim Bahnhof verlaufenden Radinfrastruktur werden schadhafte Bereiche neu asphaltiert und die Linienführung punktuell verbessert.

Die Gesamtkosten für alle Maßnahmen belaufen sich auf 50.000 Euro.