Traiskirchner Prinz für die 5. Jahreszeit . Als Faschingsprinz ist Thomas Eismayer Regent des närrischen Treibens. An seiner Seite seine Frau, Prinzessin Claudia II.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 20. Februar 2020 (03:24)
Als Prinz muss man für jede Gelegenheit gerüstet sein, so wie hier vor Beginn der Gildensitzung, als Thomas Eismayer Baumeister Lugners Ex-Käfer Sonja Schönanger noch rasch einen Orden verlieh. Mit dabei natürlich auch Prinzessin Claudia II., im Hintergrund Robert Rieger, der den Besuch von Schönanger einfädelte.
Jandrinisch

Eigentlich hätte Thomas Eismayer als Geschäftsleiter von K+H Staplertechnik genug zu tun, aber seine Selbstständigkeit ermöglicht es ihm auch, sich Zeit zu nehmen, um als Faschingsprinz Thomas III. von einem närrischen Ereignis zum nächsten zu eilen.

Begleitet wird er dabei von seiner Frau Claudia, die schon in der Faschingssaison 2017/18 als Prinzessin Claudia II. an seiner Seite war, als Traiskirchen die Ehre hatte, als Landesnarrenhauptstadt zu reüssieren.

Er erzählt: „Es war eigentlich schon als Jugendlicher eine Wunschvorstellung von mir, als Faschingsprinz das Zepter zu übernehmen. Meine Frau, mit der ich seit 26 Jahren verheiratet bin, ist meinem Wunsch gefolgt und ist jetzt die Faschingsprinzessin Claudia II. Auch sie ist mittlerweile Prinzessin aus Leidenschaft.“ Denn was aus der Ferne betrachtet so glamourös und leicht wirkt, ist in Wahrheit mit großen Aufwendungen verbunden.

„Es war eigentlich schon als Jugendlicher eine Wunschvorstellung von mir, als Faschingsprinz das Zepter zu übernehmen"

„Die Kostüme, so wie wir sie tragen, sind sehr teuer. Aber meine Frau und ich legen großen Wert darauf, dass das alles Qualität hat und passt. Dazu kommt noch die Zeit, die man in Gildensitzungen, Faschingsumzügen, Balleröffnungen und dergleichen investiert. Aber ich will mich nicht beschweren, weil ich es wirklich gern mache.“ Was den Prinzen besonders freut: „Der Zusammenhalt innerhalb der Gilde ist wirklich gut. Alle ziehen an einem Strang, das merkt man natürlich auch, wenn man irgendwo gemeinsam auftritt.“

Einen Schrecken gab es für die Gilde heuer im Jänner, als es in einem Containerlager in Möllersdorf brannte. Dabei wurde auch ein Container vernichtet, in dem die Faschingsgilde wichtige Requisiten aufbewahrte. „Zum Glück haben wir schon im Juni begonnen, für die Narrensitzung herzurichten, und haben wichtige Bühnenteile dafür entnommen, sonst wären auch diese zerstört gewesen“, berichtet Eismayer.

Das große Ziel hat die Faschingsgilde längst ins Auge gefasst: „Wir wollen, dass Traiskirchen 2027/28 wieder Landesnarrenhauptstadt wird. Dann feiern wir nämlich den 50. Geburtstag der Faschingsgilde“, verrät Eismayer.