Einfach Abstand halten. Über Gaffer, die die Einsatzkräfte beschäftigen.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 03. September 2019 (03:14)

Ein Frontalcrash löscht auf der B212 zwischen Baden und Möllersdorf zwei Menschenleben aus. Kaum sind die ersten Retter am Unfallort eingetroffen, stehen auch schon die Schaulustigen in der ersten Reihe.

Diesmal kommen so viele Gaffer, dass der Einsatzleiter der Feuerwehr Verstärkung anfordern muss, damit Rettung, Polizei und Feuerwehr unbeobachtet und unbedrängt zur Lebensrettung schreiten können. Dem nicht genug: Viele haben das Geschehen mit ihren Smartphones festgehalten.

Das Paradoxe daran: Das geschieht in einer Zeit, wo die Menschen ihre Privatsphäre als heilig erachten und sich bei Fotoaufnahmen bei Veranstaltungen auf die Datenschutzverordnung berufen.

Die Polizei geht nicht davon aus, dass strengere Bestimmungen die Situation in der Praxis vereinfachen würden. Viel mehr würde helfen, Abstand zu zeigen, selbst zu helfen und Respekt vor dem Tod und dem Schmerz der Angehörigen zu zeigen.