Besonderes Andenken: Auto „gehört“ verstorbener Lena. Das neue notarzttaugliche Rettungsfahrzeug wurde verunglückter Samariterin gewidmet.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 14. September 2019 (04:16)
Jandrinitsch
In memoriam Lena Niederhofer: Lenas Mama Birgit Kopetzky gab Bürgermeister Andreas Babler als Präsent für das neue Rettungsfahrzeug einen Schutzengel. Fritz Knotzer, Präsident des Samariterbundes Traiskirchen-Trumau und Technischer Leiter Erwin Mücke freut diese Geste sehr.

Rettungskurat Pfarrer Thomas Marosch hatte am Samstag nicht nur ein neues Fahrzeug zu segnen. Der Ankauf des neuen Rettungsautos brachte es mit sich, dass auch die Fahrzeughalle umgebaut werden musste, da das notarzttaugliche Fahrzeug länger ist als herkömmliche Rettungsautos.

Schon jetzt sei es eine Herausforderung für die Samariter gewesen, „trockenen Fußes“, wie der Obmann des Samariterbunds Traiskirchen, Fritz Knotzer, feststellte, bei Schlechtwetter zu den Einsatzfahrzeugen zu kommen. Jetzt, nach dem Umbau, können die Samariter bequem hinter den Autos die Fahrzeughalle queren. Bürgermeister Andi Babler, SP, dankte für ihren Umbau-Einsatz Markus Bartl weber von der Traiskirchner Betriebsstättenverwaltungsges.m.b.H. und Architekt Werner Stingl von der Stika & Stingl Ziviltechnik Ges.m.b.H.

"Lena war schon zu Lebzeiten ein Engel"

Der größte Dank des Bürgermeisters gebührte allerdings der Familie der im heurigen Jahr kurz vor Tattendorf bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Lena Niederhofer. Die junge Frau war ehrenamtlich mit Leib und Seele für den Samariterbund aktiv. Deshalb widmete der Samariterbund dieses Auto auf Anregung des Stadtchefs auch Lena. Babler hielt diesbezüglich im Vorfeld der Namensgebung mit der Familie von Lena Rücksprache.

Birgit Kopetzky, die Mutter von Lena, meinte: „Ich würde am liebsten nicht hier stehen und nicht miterleben, wie ein Rettungsauto auf den Namen meiner Tochter getauft wird. Ich habe sie oft gefragt, Lena, wird dir das alles nicht zu viel, das ganze Engagement für den Samariterbund? Und sie hat gesagt, Nein Mama. Bei ihrer Beerdigung habe ich vonseiten des Samariterbundes so viel Liebe und Herzlichkeit gespürt, dass ich jetzt auch verstehe, warum sie so gerne hier war.“ Als kleines Geschenk brachte Lenas Mutter einen Schutzengel mit, denn, betonte sie: „Lena war schon zu Lebzeiten ein Engel. Jetzt wird sie immer die Menschen begleiten, die mit diesem Auto zu seinem Einsatz fahren.“