Weg zurück zur Natur mit Schafen. In Traiskirchen wird der Tradition der Beweidung neues Leben eingehaucht.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. Juni 2019 (14:54)
Stadtgemeinde
Bürgermeister Andreas Babler mit Ziegenhirte Pedru Pott.

Eine 35-köpfige Herde aus Schafen und Ziegen ist in Traiskirchen bereits seit einigen Monaten als vierbeinige Landschaftspfleger quer über das Stadtgebiet im Einsatz.

„Mit der Beweidung holen wir ein fast verlorenes Naturerbe zurück“, erklärt Stadtchef Andi Babler. „Seit den 60er-Jahren gibt es kaum mehr Weidehaltung im Wiener Becken.

Die Weidehaltung ist eine uralte traditionelle Form der Landbewirtschaftung, die unser tägliches Leben und unsere Kulturlandschaft maßgeblich mitgestaltet hat. Das soll sich durch diese Initiative im Zuge unseres Umweltprojekts „Natur findet Sta(d)t“ ändern.“

„Mit der Beweidung holen wir ein fast verlorenes Naturerbe zurück“

Heiden und Steppenflächen gehören zu den gefährdetsten Lebensräumen in Österreich. „Durch die Schaffung von zusammenhängenden Wiesenflächen können sich jahrhundertelang gewachsenen Kulturflächen wieder gemäß ihrem Ursprung entwickeln“, erzählt Babler weiter. Die Beweidung mit den natürlichen Rasenmähern unterstützt die Entwicklung der ursprünglichen Heideflächen, weil die Schafe die Grünflächen davor bewahren, dass diese von Sträuchern und Büschen überwuchert werden.

„Abgesehen von den ökologischen Aspekten sind Schafe und Ziegen ein tolles Tiererlebnis für Groß und Klein“, weiß Babler. Exkursionen sollen daher in Zukunft den Traiskirchner Schulkindern das Leben von Nutztieren und den damit verbundenen ökologischen Kreislauf näherbringen.