Schere kreiert Kunst in Bad Vöslau. Nach vier Jahren ist wieder eines der Siegerprojekte in Bad Vöslau beheimatet. Das Motto lautet: Schnittstelle“.

Von Christian Dusek. Erstellt am 26. Mai 2019 (08:30)
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Bürgermeister Christoph Prinz, Projektleiterin Katharina Rosenbichler, Anita Tretthann und Manuela Rosenbichler von Platz für Kunst.

Die Viertelfestivalfahne weht bereits vor dem Rathaus und der rote Platzhirsch kehrt nach Bad Vöslau zurück! Nach vier Jahren ist das Viertelfestival NÖ unter dem Motto „Schnittstelle“ wieder im Industrieviertel zu Gast.

Erneut stammt eines der Siegerprojekte aus Bad Vöslau: Die interaktive Rauminstallation „Scherenschnittstellen“ wurde als eine von 66 aus 236 Einreichungen ausgewählt. Die unabhängige Expertenjury entschied aufgrund der Kriterien Originalität, Regionalbezug und Durchführbarkeit.

Wer sich in die Keller der ehemaligen Kammgarnfabrik hineinwagt, entdeckt vorgezeichnete Silhouetten von Gebäuden der Stadt, auf deren Spuren sich die Künstlerinnen im Laufe des Jahres begeben haben.

Installation ändert sich durch Gäste permanent

Zu Beginn sind die Papiere noch „unzerschnitten“, doch die scharfen Scheren liegen bereit und warten auf Besucher, die die Scherenschnitte befreien und neu definieren. Die Installation ist eine Anordnung im permanenten Wandel. „Der poetische Versuch, nicht nur eine Wahrnehmung zu denken, sondern viele“, so Manuela Rosenbichler von Platz für Kunst.

Hinter dem Projekt stehen die Künstlerinnen Shirin Jacoby, Katharina Rosenbichler und Stefanie Schiefermair, in Kooperation mit dem Verein Platz für Kunst und regionalen Performern. Weitere Fördergeber sind Land NÖ, Stadtgemeinde Bad Vöslau und Kammgarnzentrum Bad Vöslau.