Tiere hellen Alltag im Pflegezentrum auf. Im Pflege- und Betreuungszentrum in Hainburg setzt man auf die positiven Effekte von Haustieren.

Von Adalbert Mraz. Erstellt am 22. Februar 2020 (05:40)
Die Bewohnerin Elsa Faulhuber hat mit Saphira Freundschaft geschlossen.
privat

Für viele Menschen ist ihr Haustier ein langjähriger treuer Weggefährte geworden. Im Falle der Übersiedlung in das Pflegezentrum besteht verständlicherweise der Wunsch, die Begleiter mitzunehmen.

„Ein schwer zu erfüllendes Anliegen, da die strukturellen Voraussetzungen nicht gegeben sind. Unsere Bewohner leben aber hier, sie sollen sich hier zu Hause und wohlfühlen. Dazu gehört auch der Kontakt zu ihren tierischen Lieblingen. Wir haben daher die Möglichkeit geschaffen, dass Angehörige bei Besuchen ihre Tiere zu den Bewohnern mitnehmen dürfen“, erklärt Wilhelmine Deutsch, die Direktorin des Pflege- und Betreuungszentrums Hainburg.

Kornelia Palla weiß dazu: „Mein Vater Franz Herl war jahrzehntelang Wald- und Jagdaufseher in Hundsheim und ohne Hund ging bei ihm nichts. Nach einem Schlaganfall bewohnte er vom September des Vorjahres bis zu seinem Tod das Pflegezentrum. Auf die Möglichkeit, seinen Hund mit hinein nehmen zu dürfen, bin ich erst nach einem Hinweis einer Mitarbeiterin gestoßen. Es war nicht nur für meinen Vater und mich eine Freude, die vertraute Berührung von Mensch zu Tier mitzuerleben. Auch andere Bewohner bemühten sich, mit der Labradorhündin Saphira in Kontakt zu kommen.“ Palla will auch in Zukunft diese Erfolgserlebnisse mit Bewohnern teilen und beabsichtigt, Besuche mit ihren Tieren abzustatten.

Im Hainburger Pflege- und Betreuungszentrum hat man auf das soziale Bedürfnis, „Kontakt mit Tieren“ zu haben, reagiert. Barbara Kargl und ihre Labrador Begleithündin „Bounty“ sind ein zertifiziertes Therapieteam, das regelmäßig ehrenamtlich die Bewohner des Pflegezentrums besucht und mit ihnen gemeinsam arbeitet.