Fischamend/Bruck: Schauspieler vermissen die Bühne. Am Terminkalender wird trotz der großen Unsicherheit fleißig gearbeitet.

Von Otto Havelka und Stefanie Cajka. Erstellt am 26. Februar 2021 (04:34)
Die „Brucker Bühne“ um Obmann Christian Vymetal (2.v.r.), im Bild mit Petra Pschill, Manfred Vymetal, Gottfried Pschill und Renate Muhr in der Faschingssitzung 2019, hofft auf einen Auftritt im Herbst.
Müller

„Wir haben unsere Premiere jetzt schon dreimal verschoben“, klagt Franz Herzog, Obmann der Fischamender Spielleut, im Gespräch mit der NÖN. Eigentlich hätte die Laientheatergruppe aus der Fischastadt schon im vergangenen Frühjahr mit ihrem Stück „Der zerbrochene Krug“ Premiere feiern wollen, doch die Corona-Pandemie machte ihr einen Strich durch die Rechnung.

Franz Herzog, Obmann der Fischamender Spielleut, glaubt an Termin frühestens im Sommer.
GB

Die Vorstellungen wurden zunächst auf Herbst 2020 verschoben; als das nicht klappte, plante man für das heurige Frühjahr. Doch wie es aussieht, wird auch daraus nichts werden. Zwei Monate Vorlaufzeit brauche man laut Herzog auf jeden Fall – und da in näherer Zukunft keine Proben möglich sein werden, rechne er mit einer Aufführung frühestens im Sommer. „Wir sind schon sehr weit, aber man muss dann wieder hineinkommen, das dauert halt alles“, erklärt der Spielleut-Obmann.

Dass Kultureinrichtungen voraussichtlich auch in den nächsten Wochen noch geschlossen bleiben, findet Herzog „im Grunde furchtbar“. „Es ist nicht durchschaubar, warum“, befindet er und verweist darauf, dass es gerade in Theatern sehr strenge Vorkehrungen gäbe. Relativ locker nimmt hingegen Christian Vymetal, Obmann der „Brucker Bühne“ und Verantwortlicher für die „Brucker Theatermeile“ den Stillstand des Kulturlebens. „Unser Vorteil ist, dass wir nicht davon leben müssen“, hält er fest.

Termin für Brucker Theatermeile fixiert

Zwar wird für den Herbst ein Spielplan ausgearbeitet, ob der hält, ist aber noch unsicher. „Wir brauchen eine Vorlaufzeit von rund zwei Monaten“, erklärt Vymetal. Auch für die Theatermeile in der Bezirkshauptstadt wurde mit Samstag, 12. Juni, bereits ein Termin fixiert. Sechs Theatergruppen sollen an drei Schauplätzen im Freien auftreten. „Das könnte ein Vorteil sein. Aber wir werden sicher nicht mit Masken auf der Bühne stehen“, schränkt Vymetal ein. Und sollte es eine Beschränkung geben, dass etwa zehn Quadratmeter pro Besucher eingehalten werden müssen, wäre das nicht machbar.

Anfang März werde man sich zusammensetzen, um Organisatorisches wie Straßensperren oder Covid-Präventionskonzepte zu besprechen. Als Laienbühne müsse man aber auch Kosten vermeiden. Die Überprüfung von Covid-Tests lasse sich organisieren, „Security-Personal bereitzustellen ist aber problematisch“, so Vymetal.