Beschwerdebrief: "Haus ist wie ein Schwamm“. Ein Mitarbeiter beklagt Wasserschäden im Landesklinikum Hainburg. Holding: „Wir haben umgehend reagiert.“

Von Josef Rittler. Erstellt am 11. September 2019 (06:00)
Rittler
Das Landesklinikum (im Bild der Eingangsbereich) wird derzeit umgebaut – offenbar mit Kollateralschäden.

Die NÖN erreichte ein Brief mit schwerwiegenden Vorwürfen: Im Landesklinikum seien nach einem Wasseraustritt starke Folgeschäden aufgetreten. „Wie bei allen Schäden in den Landeskliniken wurde den Mitarbeitern vom Dienstgeber ein Schweigegelübde abgenommen und ein Maulkorb umgehängt“, beklagt sich der Verfasser des Scheibens, eigenen Angaben zufolge ein Mitarbeiter des Klinikums.

Das Krankenhaus gleiche „einem Schwamm, es ist dunstig, im ganzen Haus gab es aufgrund defekter Leitungen in allen Stockwerken Wasserschäden und massive sichtbare Schimmelbildung an und hinter allen Wänden“.

Dass es tatsächlich einen Wasseraustritt gegeben hatte, wird vom Regionalmanagement der Landeskliniken-Holding bestätigt. „Nach der Feststellung von Feuchtigkeitsflecken im Ambulanzbereich wurde umgehend reagiert und eine Ursachenforschung sofort eingeleitet“, berichtet Regionalmanager Jürgen Tiefenbacher. Zur reibungslosen Durchführung der Trocknung mussten die Behandlungsräume 4 und 5 in der Ambulanz gesperrt worden. „Es konnten adäquate Ersatzräume zur Behandlung der Patienten organisiert werden, wir bitten um Verständnis, wenn es dadurch zu verlängerten Wartezeiten kommt“, erklärt Tiefenbacher.


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