Umbau ist mehr als zur Hälfte geschafft. Derzeit finden Abbrucharbeiten im Südtrakt statt. Vom Wasserschaden betroffene Bereiche müssen noch saniert werden.

Von Josef Rittler. Erstellt am 21. September 2019 (04:22)
Rittler
Der neue Computertomograph. Im Bild v. l.: Martina Krieg, Primar Lukas Koppensteiner, Anna Pahr und Doris Mraz.

Der Umbau des Landesklinikums schreitet voran, auch wenn Schäden durch Feuchtigkeit einige Improvisationen notwendig machten (die NÖN berichtete).

Bei einem Verteiler der Fußbodenheizung und im Ambulanzbereich war Wasser ausgetreten. „In beiden Fällen wurden umgehend eine Schadensbegutachtung sowie erforderliche Sanierungsmaßnahmen wie eine Abschottung der betroffenen Bereiche veranlasst“, betont Regionalmanager Jürgen Tieferbacher auf Nachfrage der NÖN. Alle Maßnahmen seien nach der durch die NÖ Landessanitätsdirektion geregelten Vorgangsweise getroffen worden.

Nach erfolgreicher Bauteiltrocknung hätte ein Sachverständiger die Luftgüte untersucht und keine Belastungen durch Schimmelpilze festgestellt. Sowohl Personalgarderobe als auch Labor seien über Gänge zugänglich. „Bei der Sanierung wurden Abtrennungsbauten samt Schleusenzugänge errichtet, wobei der in Betrieb befindliche OP-Bereich davon nicht betroffen war. „Das Wohl unserer Patienten und die Hygiene im Klinikum sind unsere oberste Prämisse. Deshalb wurden sofort adäquate Ersatzräume zur Behandlung der Patienten organisiert“, ergänzt Tiefenbacher.

"Können Untersuchungen nun in kürzerer Zeit vornehmen"

In anderen Bereichen des Klinikums wird derweil emsig gearbeitet. Anfang September ging der neue Hubschrauber-Landeplatz in Betrieb. Er wird jetzt allen modernen Standards gerecht und ist dadurch sicherer.

Der Südtrakt wurde bis auf die tragenden Wände ausgehöhlt. Bevor die neuen Decken eingehängt werden, erfolgen der Einbau der Fenster und die komplette Verkabelung. „Im Herbst 2018 hatten wir Halbzeit beim Umbau“, berichtet Lukas Koppensteiner, ärztlicher Leiter des Klinikums. Neu eingerichtet und bereits in Betrieb sind die Onkologie-Ambulanz und die Einrichtung für die Chemotherapie.

Ebenfalls völlig neu ist der Computertomograph. Er dient zur Untersuchung der Patienten mit einer speziellen Röntgenmethode. „Wir können die Untersuchungen nun in kürzerer Zeit vornehmen, da statt wie früher 16 Zeilen nun 64 Zeilen aufgenommen werden. Das hilft kurzatmigen Patienten, es wird auch weniger Kontrastmittel benötigt“, erklärt Koppensteiner.

Mit der Fertigstellung sei im Jahr 2022 zu rechnen. „Es ist natürlich leichter, auf der grünen Wiese zu bauen als im laufenden Betrieb, wo die Arbeiten auf die Patienten Rücksicht nehmen müssen“, so Koppensteiner.