Mögliche Bundesheer-Schießanlage trifft auf Widerstand. Konkrete Pläne für dieses Vorhaben gibt es noch nicht. SPÖ-Bürgermeister Karl Zwierschitz will dennoch eine Resolution verabschieden.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 07. Mai 2021 (15:06)
Symbolbild
APA-FOTO: ROBERT JAEGER

Für viele Sommereiner ist der Wald am Ortsrand ein gern aufgesuchtes Naherholungsgebiet. Bürgermeister Karl Zwierschitz (SPÖ) befürchtet nun aber, dass sich dies künftig ändern könnte. Der Wald, der an Badgasse und Wenzlberg grenzt, befindet sich im Besitz des Bundesheeres. Aus inoffizieller Quelle hat Zwierschitz erfahren, dass dieses dort eine Schießanlage für Übungszwecke errichten könnte. „Wir haben gleich gesagt, für uns kommt das mit Sicherheit nicht in Frage“, hält der Bürgermeister fest. 

Seine ablehnende Haltung hat Zwierschitz bereits Markus Ziegler, Kommandant des Truppenübungsplatzes Bruckneudorf (TÜPl), sowie dem Verteigigungsministerium mitgeteilt. Ziegler bestätigt gegenüber der NÖN, dass es Überlegungen gibt, eine Schießanlage in Sommerein zu errichten, zeigt sich aber auch überrascht, dass die Gemeinde davon bereits weiß. „Es ist eine reine Idee, es gibt noch keine Planung dazu“, erklärt Ziegler.

Es handle sich um ein „Zukunftsprojekt, das kommt oder nicht kommt“. 
Laut dem TÜPl-Kommandanten würde sich das Groisbachgerinne mit relativ steilen und bewaldeten Hängen gut eignen, um Gefechtsübungen zu trainieren. Priorität hat diese Schießanlage für Ziegler im Moment aber nicht.

„Es laufen derzeit viele andere Projekte. Zuerst wird das Bestehende optimiert“, sagt er. Eine Realisierung der Idee könnte frühestens in drei bis vier Jahren erfolgen. Der Bürgermeister wird dann vorab informiert, versichert Ziegler. Geltende Lärmschutz- und Gefahrenbereichsbestimmungen will man einhalten. 

In der nächsten Gemeinderatssitzung soll eine Resolution gegen eine mögliche Schießanlage verabschiedet werden. Zudem liegen am Gemeindeamt, im Kaufhaus Schmutterer sowie im Veranstaltungszentrum Unterschriftenlisten auf.