Mit dem Fahrrad von Gaming nach Paris. Florian Hametner aus Gaming und Sebastian Lindebner aus Kienberg radelten 1.401 Kilometer von ihrem Heimatort nach Paris. Am Sonntag standen sie vor dem Eiffelturm.

Von Claudia Christ. Erstellt am 13. August 2019 (05:12)
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„Wir haben es geschafft!“ Nach zwei Wochen haben der Gaminger Student Florian Hametner (links) und der Kienberger Sportlehrer Sebastian Lindebner ihr Ziel erreicht.

Zu einem Abenteuer-Trip brachen die beiden Freunde Florian Hametner (26) und Sebastian Lindebner (29) am 29. Juli auf. Sie radelten von ihrer Heimatgemeinde Gaming mit dem Mountainbike los. Das geplante Ziel: Paris.

Am vergangenen Sonntag um 13 Uhr war es dann so weit: Die beiden erreichten nach 1.401 Kilometern und 14 Tagen mit ihren voll bepackten Rädern den Eiffelturm. „Wir sind überglücklich. Es ist ein tolles Gefühl, das geschafft zu haben“, lautete die erste Nachricht der beiden an die zu Hause mitfiebernden Familienmitglieder.

Rund 100 Kilometer radelten die beiden pro Tag in Richtung Ziel. Auf ihrer Fahrt wurden sie auch von Wind und Regen begleitet. „Wir sind dreimal so richtig vom Regen erwischt worden. Der Gedanke, dass wir aufgeben oder ein Stück mit der Bahn fahren könnten, war aber nie da“, sagt Florian Hametner. Ansonsten gab es während der gesamten Tour keine Probleme: „Außer einem Reifenplatzer und dem starken Gegenwind in den letzten Tagen vor Paris“, so der Sportlehrer Sebastian Lindebner. Highlight jeden Tag war für die beiden Freunde das tägliche Bier am Abend.

„Wir sind überglücklich. Es ist ein tolles Gefühl das geschafft zu haben. “Florian Hametner und Sebastian Lindebner nach ihrer Ankunft in Paris 

Wer glaubt, dass die beiden zuvor ein spezielles Training für ihr Radabenteuer absolviert haben, der irrt. „Wir haben uns nicht gezielt vorbereitet. Das letzte Mal saß ich vor einem Jahr auf dem Rad, als ich nach Grado gefahren bin“, sagt Lindebner. Jetzt hat die Freunde jedoch der Ehrgeiz gepackt und die nächste Tour ist bereits in Planung. „Vielleicht geht es nächstes Jahr nach Amsterdam oder Russland.“ Auf jeden Fall geht es für die beiden vorerst per Bus und Zug zurück nach Hause, wo sie am Mittwoch in Amstetten freudig empfangen werden.