Josef Wondraczek: „Leute gehen in den privaten Bereich“. Josef Wondraczek, Scheibbser Bezirkswirtesprecher, über die Zukunft der Gastronomie nach dem Lockdown.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 12. Mai 2021 (05:22)
Wirtesprecher Josef Wondraczek hofft auf eine schrittweise Rückkehr zu mehr Freiheit.
Eplinger, Eplinger

NÖN: Wie ist die Stimmung unter den Gastronomen zur Zeit?

Josef Wondraczek: Natürlich freuen wir uns alle, dass wir wieder aufsperren dürfen. Aber es sind natürlich auch gemischte Gefühle dabei. Wie die Gäste es aufnehmen, dass sie jetzt einen negativen Corona-Test oder ein Impfzeugnis brauchen, um ins Wirtshaus zu gehen. Oder ob doch viele ausbleiben, weil es ihnen zu aufwendig ist. Es wird alles vom Verständnis der Gäste abhängen und ob es ihnen das wert ist.

Wie sehen Sie die Vorschrift, dass die Wirte die Tests der Gäste kontrollieren müssen?

So ist die Regel, und wir werden die Regel anwenden. Der Erlass ist einzuhalten. Ich hoffe, dass auch alle Gäste dafür Verständnis haben werden. Es besteht natürlich die berechtigte Befürchtung, dass viele daheim bleiben werden. Man hört ja auch von den Friseuren, dass das Geschäft weniger ist. Es spielt sich immer mehr im privaten Bereich ab, wo es dann eben keine Kontrollen gibt.

Was können die Gastronomen in der jetzigen Situation tun?

Sich so gut wie möglich auf die Situation einstellen. Hoffen, dass wir schrittweise zu mehr Freiheit zurückkehren können. Alle Regeln, sei es jetzt Hygiene, Kontrolle oder Abstandsregeln, einhalten. Unsere Lokale haben wir den neuen Bestimmungen schon im vergangenen Jahr angepasst. Glück hat, wer einen großen Gastgarten hat. Da hofft man jetzt auf einen schönen Sommer mit vielen Sonnentagen.

Wie, würden Sie sagen, ist die Gastronomie durch den Lockdown gekommen?

Hut ab davor, was sich viele Kollegen einfallen haben lassen. Jetzt, wo wir wieder aufsperren, schaut man, dass man ihnen ein besonders schönes gastronomisches Erlebnis bietet. Während des Lockdowns haben viele ausgekocht. Was aber eher ein Service für die Gäste war als ein Verdienst. Wenn ich einen leeren Saal mit 200 Plätzen habe, helfen mir ein paar Schnitzel nichts.

Umfrage beendet

  • Gastro-Öffnung: Habt ihr bereits einen Besuch beim Wirt geplant?