Badeschluss im Freibad. Das Ötscherlandbad Gaming besuchten im Sommer 14.400 Badegäste.

Von Claudia Christ. Erstellt am 21. September 2019 (04:35)
Christ
Letzte Arbeiten im Gaminger Ötscherland Freibad: Bademeister Walter Stanglauer blickt durchaus zufrieden auf die Saison zurück.

Während der Spätsommer in den vergangenen Tagen noch einmal ein kräftiges Lebenszeichen von sich gab, stehen im Ötscherland Freibad in Gaming bereits alle Zeichen auf Winter.

Mit Ende August hat das Bad geschlossen. „Bei uns ist es in den Nächten schon viel zu kalt“ erklärt der Bademeister Walter Stanglauer. In den vergangenen Tagen wurde bereits das Wasser im Schwimmbecken abgesenkt. „Abschließend kommt noch das Überwinterungsmittel rein, dann ist die Saison für heuer endgültig abgeschlossen“, sagt er.

Zeit, um Bilanz zu ziehen: 14.400 Badegäste besuchten an 79 Badetagen das idyllische Freibad. Als besucherstärksten Tag der Saison kann der Bademeister den 27. Juli mit 846 Besuchern zu Buche schreiben.
„Im Vorjahr hatten wir witterungsbedingt neun Tage länger Badebetrieb. Dennoch sind wir mit der Saison durchaus zufrieden“, sagt der VP-Obmann Peter Bruckner. Gemeinsam mit seinem Team im Wirtschafts- und Sportausschuss ist der geschäftsführende Gemeinderat bemüht, dem defizitären Bad neuen Schwung zu verleihen.

„Wir werden die geplanten Punkte dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung vorlegen.“Peter Bruckner, geschäftsführender VP-Gemeinderat

Um die Gästeanzahl im Ötscherlandbad zu steigern, wurde heuer erstmalig an Gäste von Hotels und Privatunterkünften der Region Ybbstaler Alpen für Tageseintritte pro Person und Tag 33 Prozent Ermäßigung angeboten.

150 mal wurde das Angebot in Anspruch genommen. „Das ist zwar nicht übermäßig viel, aber auf jeden Fall ist es einmal ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Bruckner, der bei einer Badbegehung auf einige Schwachstellen stieß. Diese liegen vor allem im Außenbereich der 50 Jahre alten Anlage. „Die Fassade des Bades gehört renoviert, ebenso wie der Eingangsbereich“, betont er.

Im Gegensatz dazu sind das Schwimmbecken, die Wasserrutsche und die Sprungbretter in einem ausgezeichneten Zustand. „Hier sehe ich keinen Handlungsbedarf“, sagt Bruckner. Zudem liegen weitere Pläne für die Attraktivierung des Bades am Tisch. Neben einer Bocciabahn kann sich Bruckner auch eine E-Bike-Station beim Eingang vorstellen. Außerdem sollen die Werbemaßnahmen im kommenden Jahr intensiviert werden. „All diese Punkte werden wir dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung vorlegen“, sagt er.

Ganz nach dem Motto „Nach der Saison ist vor der Saison“ verlegt Bademeister Stanglauer nun seinen Arbeitsplatz ins Hallenbad: „Diese Woche kommen bereits die Schüler zum Schwimmen. Ab 1. Oktober haben wir dann für alle Gäste geöffnet.“