Harte Zeiten für Fälscher. Herkunft nachweisbar  Forscher der BLT setzten Meilenstein: Mit der neuen Isotopen-Analyse ist es dem Land NÖ gelungen, den Schutz regionaler Qualitätsprodukte zu verbessern.

Von Karin Maria Heigl. Erstellt am 14. Juni 2019 (04:00)
Karin Heigl
Micha Horacek, Franz Schnabl und Walter Mitterndorfer (Bild oben v.l.) präsentierten die Vorteile der Isotopen-Analyse bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in der BLT Wieselburg und nahmen auch Einblick in die Arbeit im Labor. Foto rechts: Praktikant Simon Schaff beim Einlegen von Proben.

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, das betonte Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl am Mittwoch bei der Pressekonferenz in der BLT. Gemeinsam mit dem Forschungsleiter Micha Horacek und Walter Mitterndorfer von der Lebensmittelbehörde präsentierte er die sogenannte Isotopen-Analyse, die es ermöglicht, die Regionalität und Authentizität von Lebensmitteln nachzuweisen.

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Mit dieser Methode, die jetzt vor allem bei Wachauer Marille und Marchfelder Spargel zum Einsatz kommt, besteht eine wichtige Handhabe gegen falsche Deklaration und Konsumententäuschung. Da die Regionalität für die Vermarktung und den Verkauf von Lebensmitteln von immer höherer Bedeutung ist, hat das Land Niederösterreich 2016 begonnen, die Herkunftskennzeichnung nachzuweisen und damit eine Vorreiterrolle übernommen.

„Für Fälscher sind harte Zeiten ins Land gezogen“, freut sich Schnabl. Dazu komme, dass allein das Wissen um die Möglichkeit, die Herkunft so exakt nachzuweisen, den Etikettenschwindel mit der Zeit eindämmen wird. „Die Isotopen-Analyse ist durchaus mit einem Fingerprint zu vergleichen“, erklärt Schnabl. Auch Forscher Micha Horacek betonte: „Mit der Isotopenanalyse wurde ein Meilenstein gesetzt“.