Neubruck wird neu aufgeteilt. Im Zuge der Neubestellung des Geschäftsführers soll es auch zu einer Neuverteilung kommen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 08. April 2021 (05:13)
Das ehemals sieben Hektar große Areal von der Neubruck Immobilien GmbH ist großteils verwertet beziehungsweise vermietet. Nun wird im Zuge des Geschäftsführerwechselsmit 1. Juni auch eine Neuverteilung derProzentanteile zwischen den beteiligtenGemeinden überlegt.
Gerhard Rötzer, Gerhard Rötzer

2012 wurde im Vorfeld der drei Jahre später stattfindenden Niederösterreichischen Landesausstellung die Neubruck Immobilien GmbH (NIG) gegründet. Ein Schulterschluss von 17 Gemeinden des Bezirks und drei regionalen Banken. Mittlerweile sind die Landesausstellung Geschichte, die veräußerbaren Gründe verkauft und die Restfläche großteils vermietet. Knapp 100 Arbeitsplätze sind am Areal aktuell angesiedelt.

Die noch ausstehenden Darlehensrückzahlungen kann die NIG aus den Miet- und Kommunalsteuereinnahmen bedienen und darüber hinaus sogar einen leichten Bilanzgewinn erzielen. „Wir stehen wirtschaftlich auf gesunden Beinen“, freut sich Noch-Geschäftsführer Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger (ÖVP).

Mit Ende Mai wird er seine Funktion als NIG-Geschäftsführer zurücklegen (die NÖN berichtete). Ab Juni soll ein neuer ehrenamtlicher Geschäftsführer agieren, dem eine administrative Kraft zur Seite gestellt wird. Die Gespräche über die Nachfolge sind gerade im Laufen.

Im Zuge dieser Gespräche haben auch einige Gemeinden ihr Interesse angemeldet, ihre Prozentteile abzugeben. So beschloss etwa die Gemeinde Puchenstuben in ihrer jüngsten Gemeinderatssitzung am Mittwoch der Vorwoche, aus der Gesellschaft auszutreten und das eine Prozent abzugeben.

Auch andere Gemeinden haben beim NIG-Vorsitzenden Bürgermeister Franz Aigner (ÖVP) schon entsprechende Absichten geäußert. „Wir wollen im April und Anfang Mai mit allen Gemeinden Gespräche führen, auch bezüglich der künftigen Aufteilung der Gesellschafteranteile. Denn so manche Gemeinde hat auch schon angekündigt, durchaus mehr Prozentanteile übernehmen zu wollen“, erklärt Aigner.

Dass diese Neuverteilung jetzt einher mit der Neubesetzung der Geschäftsführung gehe, mache laut Aigner wirtschaftlich und organisatorisch Sinn: „Wir wollen versuchen, alles auf einmal abzuwickeln. Damit können wir auch Kosten beim Notar und der grundbücherlichen Eintragung sparen“, sagt Aigner und betont gleichzeitig, „sicher keine Gemeinde aus der NIG vertreiben zu wollen.“