Purgstall: Feuerwehr von gestern bis heute. 1971 gegründet, ist das Erlauftaler FF-Museum eine umfangreiche Dokumentation des Feuerwehrwesens im Bezirk Scheibbs.

Von Karin Katona. Erstellt am 17. Juli 2021 (07:42)
 Erlauftaler Feuerwehrmuseum
Sie hüten die Schätze des Erlauftaler Feuerwehrmuseums: Museumsleiter Franz Wiesenhofer mit seinen Stellvertretern Franz Knoll und Hildegard Wiesenhofer.
Karin Katona

Unzählige Ausstellungsstücke aus der Region, liebevoll und aufwendig restauriert, zusammengestellt und fachgerecht dekoriert – so präsentiert sich das Erlauftaler Feuerwehrmuseum in Purgstall seinen Besuchern. Gehütet werden die Schätze von Museumsleiter Franz Wiesenhofer und seinen Stellvertretern Hildegard Wiesenhofer und Franz Knoll. Historische Fahrzeuge, Geräte und Uniformen geben einen breit gefächerten Überblick über die Geschichte der Feuerwehr im Erlauftal.

50 Jahre Feuerwehr-Museum

Was heute eine große, modern gestaltete Ausstellung für die ganze Familie ist, hat mit dem Sammeln von historischen Feuerwehrgegenständen in den 1960-er-Jahren begonnen. 1971 wurde, durch Initiative des damaligen Hauptverwalters Friedrich Handl, das erste, kleine Feuerwehrmuseum im alten Feuerwehrhaus in der Feichsenstraße eingerichtet.

Die Sammlung ging 1988 in die Hände des damaligen Verwalters Franz Wiesenhofer über. Bereits in der Planungsphase des neuen Feuerwehrhauses in der Pöchlarner Straße wurde Platz für ein neues Feuerwehrmuseum eingeplant. 296 Quadratmeter standen dafür zur Verfügung, die Kopfzerbrechen bei Franz Knoll und bei Museumsleiter Franz Wiesenhofer auslösten.

Wie sollte man diese große Fläche gestalten und befüllen?

„Mithilfe einiger Kameraden und Ehrenamtlichen haben wir das Megaprojekt schließlich in Eigenregie in Angriff genommen“, schildert Wiesenhofer. Das Gute: Endlich war auch für größere Objekte Platz. Feuerwehrgerät, Wagen und Ausrüstung aus dem ganzen Bezirk wurden gesammelt, der Name in „Erlauftaler Feuerwehrmuseum“ geändert.

Wichtig ist den Museumsmachern weiterhin: Jedes Ausstellungsstück muss auch im Bezirk verwendet worden sein. „Regionalität ist unser oberstes Gebot“, sagt Franz Knoll. „Etwa 90 Prozent unserer Gäste bekommen von uns eine Führung“, verrät Museumsleiter Franz Wiesenhofer ein weiteres Erfolgsgeheimnis.

Zur Führung gehört auch ein Rundgang durch den modernen Teil des Feuerwehrhauses. „Besonders für die Kinder ist es ein tolles Erlebnis, einmal in einem Feuerwehrauto sitzen oder einen Helm aufsetzen zu dürfen“, sagt Wiesenhofer. Spielerisch können Kinder auch einiges über Brandbekämpfung lernen. Jeden ersten Samstag im Monat gibt es Rundfahrten mit den Feuerwehr-Oldtimerautos und Zielspritzen für Kinder.

Zum 50-jährigen Jubiläum ist der Eintritt am Sonntag, 18. Juli, von 13 bis 17 Uhr, für alle Besucher gratis.