Kraft tanken: Heilige Katharina stärkt die Frauen. Katholische Frauenbewegung kam zu jährlicher Feier nach Purgstall und stellte für kommende Wochen „Katharinentor“ auf.

Von Karin Katona. Erstellt am 11. Mai 2021 (15:45)
kfb-Vorsitzende Anna Rosenberger und Geistliche Assistentin Monika Liedler (Mitte) mit kfb-Mitgliedern bei der Katharinenfeier in der Pfarrkirche Purgstall.
Wolfgang Zarl, Wolfgang Zarl

Die Pfarre Purgstall war Gastgeberin der Katharinenfeier der Katholischen Frauenbewegung. Die Frauenbewegung der Diözese St. Pölten feiert seit 2014 jährlich ihre Patronin, die heilige Katharina von Siena. Die Feier soll eine „stärkende“ sein, die die Frauen auf ihrem spirituellen Weg unterstützt und die Frauenbewegung zu einem „starken, lebendigen und aktiven Teil der Kirche“ macht.

Kfb-Vorsitzende Anna Rosenberger betonte die Sehnsucht nach Gemeinschaft und miteinander Gottesdienste zu feiern. Sie freute sich, dass neben den – Corona-bedingt nur wenigen – Mitfeiernden in Purgstall auch viele via Liveübertragung in ganz Österreich und sogar in Indien teilnahmen. An das Corona-gepeinigte Land wurde besonders erinnert. Der Purgstaller Kaplan Shinoj Jose Thundathil, ein gebürtiger Inder, sang beim Gottesdienst ein bewegendes Lied. Rosenberger lud bei der Feier dazu ein, Katharina als Patronin und Weggefährtin besonders zu „würdigen, feiern und spüren“. Die Frauenbewegungs-Vorsitzende beschrieb die kfb-Heilige als „kraftvoll, mutig und offen“, sie sei somit ein besonderes Vorbild für die Frauen heute. Dazu passe das Katharinen-Tor, das von der Tiroler Künstlerin Patricia Karg geschaffen worden ist und nun einige Zeit in Purgstall bleibt.

Das Katharinen-Tor solle ein Sinnbild für das Wirken der Katharina sein und ihren Mut darstellen. Katharina habe – zu ihrer Zeit für eine Frau äußerst ungewöhnlich – kritisch und spirituell denkend Druck auf die Kirche ausgeübt und damit etwas in Bewegung gebracht. Katharina sei Wegbereiterin, wir könnten durch ihr Tor gehen. Der Bogen erinnert an den Schleier über ihrem Haupt, es ist wie eine Bedeckung, ein Schutz, ein Verbinden. Das Werk umgibt uns wie ein Mantel, es spendet Geborgenheit.

Geleitet wurde die Liturgie von Monika Liedler. Die Geistliche Assistentin der kfb rief dazu auf, das Leben zu genießen und für- und miteinander da zu sein. Corona habe gezeigt, wie zerbrechlich das Leben sei. Zum guten Leben gehöre neben Begegnungen auch Versöhnung dazu, dafür könnten wir jederzeit den ersten Schritt machen. Katharina, deren Gedenktag am 29. April ist, sei dafür Vorbild, stärkende Inspiration und Kraftquelle.