Aufwertung für Orthopädie im Scheibbser Spital. Scheibbs erhält eigene Abteilung für Orthopädie und Traumatologie und wird damit Anzahl der Eingriffe deutlich steigern. Chirurgie wird mit Juni zum Fachschwerpunkt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 13. Mai 2021 (05:58)
Christian Eplinger

Zahlreiche Gerüchte machten in den vergangenen Wochen die Runde. Immer wieder hieß es, dass das Landesklinikum Scheibbs mit der Pensionierung des Leiters der Chirurgie Primarius Paul Magg mit Ende Mai dieses Jahres die chirurgische Abteilung verlieren werde. „Die Chirurgie am Standort Scheibbs wird weiterhin bestehen bleiben“, widerlegte Petra Zettel von der NÖ Landesgesundheitsagentur auf Anfrage der NÖN alle Gerüchte.

Guter Ruf bei orthopädischer Prothetik

Nun sind weitere Details bekannt geworden. Das Landesklinikum Scheibbs erhält ab Juni eine eigene Abteilung für Orthopädie und Traumatologie.

„Das ist eine Anerkennung unserer Arbeit, die wir seit mehr als 30 Jahren hier im Landesklinikum Scheibbs verrichten. Wir haben uns mit unserer orthopädischen Prothetik der großen Gelenke über die Jahrzehnte einen hervorragenden Ruf erarbeitet, der jetzt mit der Aufwertung unseres Fachschwerpunkts als eigene Abteilung honoriert wird“, freut sich der Ärztliche Direktor Erwin Schwaighofer, der schon bisher die Leitung des Fachschwerpunkts innehatte.

Künftig wird man die orthopädischen Eingriffe deutlich steigern. Das LK Scheibbs hat nun neben dem LK Zwettl und dem LK Neunkirchen eine der drei größten orthopädischen Abteilungen des Landes.

Chirurgie sollte Fachschwerpunkt bleiben

Wichtig ist Schwaighofer auch, dass die Chirurgie in Scheibbs bestehen bleibt, wenngleich „nur mehr“ als Fachschwerpunkt. Nachdem Paul Magg, der aktuelle Leiter der Abteilung Chirurgie, Ende Mai in Pension geht, wird seine Stellvertreterin Oberärztin Ulrike Tiritas bis Jahresende interimistische Leiterin des Fachschwerpunktes.

Die Leitungsstelle selbst soll dann im Herbst ausgeschrieben werden. Das hoch qualifizierte Personal im LK Scheibbs sichert weiterhin die chirurgische Grundversorgung. Mit dem Landesklinikum Amstetten wird die Zusammenarbeit hinsichtlich Tumorchirurgie intensiviert.