Künstlerin schuf Flechtenbild. Riesiges Wandbild ziert nun Haus-der-Wildnis-Eingang.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. April 2021 (03:35)
Bei der nächtlichen Kunstaktion mit dabei (von links): Bürgermeister Josef Schachner, die Bauhofmitarbeiter Friedrich und Simon Fahrnberger, Initiator Gemeinderat Eduard Leichtfried und Künstlerin Birgit Graschopf.
privat, privat

Im Empfangsbereich vom „Haus der Wildnis“ entstand nun ein besonderes Kunstobjekt.

Die Künstlerin mit Grestner Wurzeln, Birgit Graschopf, erschuf mit ihrer Technik der Wandbelichtung auf 28 Quadratmetern ein ineinanderfließendes Tetraptychon, ein vom Boden bis zur Decke reichendes vierteiliges Wandbild.

In einem mehrstufigen Verfahren wurde die fotografische Aufnahme einer Baumflechte am Stamm einer Rotbuche aus dem Urwald digital bearbeitet, um ungefähr das Zwanzigfache vergrößert, auf eine Wand projiziert und direkt auf dieser belichtet und entwickelt. Davor musste der ganze Raum zu einer riesigen Dunkelkammer adaptiert werden. Alle folgenden Arbeitsschritte konnten nur unter Rotlicht ausgeführt werden.

Umweltgemeinderat Eduard Leichtfried hat diese faszinierende Technik vor einiger Zeit entdeckt und hielt sie, in Zusammenhang mit einem Motiv aus dem Urwald, genau für diesen Ort passend. „Dank der Initiative Kunst im öffentlichen Raum und dem Land NÖ wurde eine Umsetzung ermöglicht. Dadurch ist bereits im Empfangs- bzw. Wartebereich eine Einstimmung auf die Ausstellung gegeben“, betont Leichtfried.

Das Bild ist an der neun Meter langen Hauptwand invertiert, sodass die dunkle Rinde hell erscheint, die Flechten jedoch dunkel sind. „Für das Haus der Wildnis entstand meine bisher größte Wandbelichtung, der Flechtenkosmos. Er verläuft übers Eck auf zwei Wandflächen. Diese Wandbelichtungen sind ein Spezifikum meiner künstlerischen Arbeit, die ich seit 2003 stetig weiter entwickle“, erklärt die Künstlerin.