Kommt Zentrum für Bildung und Blasmusik?. Volksschule Steinakirchen muss renoviert und erweitert werden. Gleichzeitig könnte auch Platz für Ortskapelle entstehen.

Von Anna Faltner. Erstellt am 23. August 2019 (11:48)
Anna Faltner
Die Volksschule in Steinakirchen muss so bald wie möglich saniert und erweitert werden. Drei neue Klassenräume sowie ein größerer Turnsaal sind notwendig. Aktuell werden alle Möglichkeiten überprüft.

Die beiden Gemeinden Steinakirchen und Wolfpassing wachsen. Einige geburtenstarke Jahrgänge haben bereits die Aufstockung des Wolfpassinger Kindergartens auf eine fünfte Gruppe erfordert, demnächst muss auch die Volksschule – die von den Kindern aus beiden Gemeinden besucht wird – um Klassenräume erweitert werden.

„Grundsätzlich ist das ja etwas Positives. Aber es stellt die Gemeinde natürlich vor Herausforderungen, wenn die Schulen zu klein werden“, sagt Steinakirchens VP-Bürgermeister Wolfgang Pöhacker. Bei einer Raumbedarfsfeststellung vom Land NÖ hieß es, dass angesichts der Schülerzahlen drei weitere Klassenräume benötigt werden – also eine Erweiterung von neun auf zwölf Klassen.

Spätestens 2021 soll die Schule renoviert werden

Da das 41 Jahre alte Gebäude ohnehin saniert werden muss, wird aktuell ein Konzept erstellt, um alle möglichen Lösungen auszuloten. „Dann werden wir uns ansehen, welche Variante die wirtschaftlichste ist. Spätestens 2021 sollte es an die Umsetzung gehen“, betont Pöhacker. Einen kompletten Neubau des Gebäudes schließt er dabei jedenfalls nicht aus. Denn neben den Unterrichtsräumen müsste auch der Turnsaal vergrößert werden. „Derzeit ist das Platzproblem noch irgendwie zu stemmen, wir würden momentan eine weitere Klasse benötigen. Für die nächsten Jahre werden aber weit mehr Schüler erwartet“, erzählt er.

„Wenn es räumlich möglich ist, wäre ein Schul- und Musikzentrum im Zuge der Erweiterung ein Traum.“ Wolfpgang Pöhacker, VP-Bürgermeister

Zugebaut an die Volksschule wurde schon einmal: 2010 kam die Musikschule dazu, in der neben Proberäumen auch Werkräume, ein Computerraum, eine Bibliothek und ein Vorführraum untergebracht sind. Diesen musikalischen Schwerpunkt – auch im Rahmen des Unterrichts wird in der Volksschule musiziert – möchte der Ortschef noch stärker forcieren und damit ein weiteres Platzproblem in der Gemeinde lösen.

„Unsere Blasmusik ist im alten Feuerwehr-Haus untergebracht und platzt auch schon seit mehreren Jahren aus allen Nähten. Jetzt sind wir am Überlegen, ob wir da nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnten“, verrät Pöhacker. Übrigens: Seitdem die Florianis 2014 weg vom Graben ins neue Haus an der Knollinger Kreuzung umgezogen sind, ist der Bauhof neben der Blaskapelle in die Räumlichkeiten eingezogen.

Wenn sich die Möglichkeit ergibt, könnte man im Zuge der Volksschul-Erweiterung auch gleich einen neuen Probenraum für die örtliche Kapelle integrieren. „Zuerst schauen wir uns einmal die Erweiterung der Volksschule an. Wenn es sich räumlich ausgeht, wäre ein Schul- und Musikzentrum wirklich ein Traum“, strahlt der Ortschef.

Mit ersten Ergebnissen beziehungsweise einem Grobkonzept sollte schon bis Ende August zu rechnen sein.