Scheibbser Beitrag bei Biennale. Biennale in Venedig: Scheibbser Soundkünstler Alexander Löwenstein beteiligt an interdisziplinärer Eröffnungs-Performance.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:56)
Kagelmacher, Löwenstein
Der 32-jährige Scheibbser Alexander Löwenstein, Soundkünstler und Lehrer für Saxophon und Flöte im Musikschulverband Scheibbs, komponierte für die internationale Eröffnungs-Performance des Münchner Künstlers Miro Craemer bei der Biennale in Venedig den Sound.Löwenstein

Die Eröffnung der 58. Biennale in Venedig ging dieses Jahr mit Scheibbser Beteiligung vonstatten. Der in Scheibbs geborene Musiker, Soundkünstler und an der Musikschule Scheibbs tätige Alexander Löwenstein war Teil einer interdisziplinären Kunst-Performance im Palazzo Bembo im Herzen Venedigs. „Mich ereilte vor knapp zwei Monaten der Anruf des Münchner Künstlers Miro Craemer, der mich fragte, ob ich für seine Performance Cosmosoluna die Soundkomposition beisteuern möchte“, schildert Löwenstein.

Kagelmacher, Löwenstein
Soundinstallationen in den fünf Pinakotheken in München engagiert ist, Tage danach noch hellauf begeistert.

Der 32-Jährige hat an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien im Fach Saxophon Popularmusik (Jazz) den Bachelor erworben und bei Martin Fuss (Saxophonist im ORF Dancing Stars Orchester) und Klaus Dickbauer studiert. Seinen Hauptwohnsitz hat Löwenstein aktuell in Wien, verbringt aber auch viel Zeit in Scheibbs oder bei seiner Lebensgefährtin in München.

Cosmosoluna handelt von den Verbindungen des Menschen mit dem Kosmos, dem Wettlauf um die erste bemannte Mondlandung, sowie der Kehrseite der hoch technisierten Welt. „Nachdem mir Miro das Konzept der Performance erzählte, sprühten in mir schon massenweise Ideen und ich konnte den Sound zur Aufführung schon recht klar in meinem inneren Ohr hören. Ich musste nicht lange überlegen und sagte natürlich auf der Stelle zu.“ Miro Craemer wurde vor etwa einem Jahr auf den Scheibbser Alexander Löwenstein im Rahmen eines Tages der experimentellen Kunstvermittlung an der Pinakothek der Moderne in München aufmerksam.

Ein bisschen Saxophon muss einfach sein ...

Gefragt nach dem musikalischen Konzept seiner Komposition zur Performance, meint Löwenstein: „In Scheibbs bin ich wohl eher als Jazz-Saxophonist bekannt. Ich beschäftige mich aber auch seit Jahren mit der Produktion elektronischer, zumeist experimenteller Musik am Computer. Die Komposition zu diesem Projekt fußt großteils auf Fieldrecordings, die ich permanent aufnehme und sammle, sowie auf von mir per Synthesizer eingespielten Klängen. Ich habe es mir aber nicht nehmen lassen, für einen Teil der Performance ein Free-Jazz Battle mit drei von mir gespielten Saxophonen zu produzieren.“

Bei den beiden Aufführungen im Palazzo Bembo am 9. und 10. Mai wurde die von Miro Craemer entworfene Mode, Betty Tezzas Choreographie für zehn zeitgenössische Tänzer, ein Gemäldezyklus von Gotlind Timmermanns und die Komposition von Alexander Löwenstein zu einem multidimensionalen Gesamtkunstwerk zusammengeführt.

„Vor zwei Jahren fuhr ich extra ein paar Tage nach Venedig, um mir die Beiträge der Biennale anzusehen. Umso spannender war es, heuer als Künstler bei der 58. Biennale dabei sein zu dürfen! Ich habe mir nach den Performances noch extra zwei Tage Zeit genommen und mir in Ruhe die Biennale-Beiträge im Giardini und im Arsenale angesehen. Einfach eine tolle Inspiration“, ist Alexander Löwenstein, der derzeit auch mit