Agrar-FH kommt nach Wieselburg. Ab Herbst 2018 wird im Francisco-Josephinum in Wieselburg (Bezirk Scheibbs) mit den österreichweit ersten 25 Studienplätzen für Agrartechnologie gestartet.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 10. Oktober 2017 (12:20)
Karin Heigl
Das Land NÖ hat sich mit dem Standort „Francisco Josephinum“ in Wieselburg für den neuen FH-Studiengang „Agrartechnologie“ beworben.

Erfreuliche Nachrichten für den Hochschulstandort Niederösterreich. Wieselburg bekam den Zuschlag für den ersten FH-Studiengang für Agrartechnologie in Österreich.

Das gaben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wissenschaftsminister Harald Mahrer und Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (alle ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag bekannt. Begonnen wird im Herbst 2018 mit 25 Studienplätzen.

Infrastruktur des Francisco-Josephinums wird genutzt

„Dafür kann die bestehende Infrastruktur des Francisco-Josephinums genützt werden“, wie Mikl-Leitner betont. Im Vollausbau ist der dreijährige Bachelor-Lehrgang für insgesamt 75 Studierende geplant.

NLK Reinberger
Neuer FH-Studiengang "Agrartechnologie" am Standort Wieselburg: LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bundesminister Harald Mahrer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der Direktor des Francisco Josephinums, Alois Rosenberger (von links nach rechts).
 

Studiengangs-Träger ist die FH Wiener Neustadt. „In Wieselburg bietet sich das ideale Umfeld für die praxisnahe Forschung. Wir können am Standort die bestehenden High-Tech-Labors nutzen“, freut sich der Wieselburger Stephan Pernkopf, selbst Absolvent des Josephinums.

In Summe 110 Studienplätze für NÖ genehmigt

Insgesamt wurden 110 Studienplätze für Niederösterreich genehmigt. Österreichweit sind es 450 Studienplätze, die neu geschaffen oder verlängert wurden, wie Minister Mahrer betont. Schwerpunkte dabei sind die Digitalisierung und Robotik.

Laut Mahrer werden in Österreich in den kommenden fünf bis sieben Jahren 500.000 Experten in diesen Bereichen benötigt. „Das zukünftige Erfolgsrezept heißt nicht Mensch oder Maschine, sondern Mensch mit der Maschine“, erklärt Mahrer.

Schon jetzt gibt es 21.500 Studierende in Niederösterreich. 9.700 Plätze werden an den Fachhochschulen in unserem Bundesland angeboten.