Die Birkenpollen sind los. Niederösterreichweit ist in den nächsten Tagen die Birkenpollensaison in vollem Gange. Sonnenbrille und Mundschutz können helfen. Atembeschwerden sind nicht mit Corona zu verwechseln.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. April 2020 (11:27)
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Das sonnige Wetter vergangenes Wochenende hat die Birkenblüte in den Niederungen und Tälern Niederösterreichs vorangetrieben. Noch die gesamte Woche über kann es daher laut dem österreichischen Pollenwarndienst zu einer hohen Pollenkonzentration und in Folge auch zu starken Symptomen bei Allergikern kommen.

Zu den Birkengewächsen zählen neben der Birke auch die Hainbuche, Hasel und Erle. Auch die Hainbuche blüht bereits und kann zu Beschwerden führen. Hasel und Erle hingegen blühen derzeit nur noch an klimatisch ungünstigeren Standorten wie Kältebecken und in höheren Lagen des Waldviertels. Auch Eschen haben im Waldviertel und in den mittleren Lagen des Alpennordrandes zu blühen begonnen. Diese Woche werden daher auch Eschenpollenallergiker weiterhin mit intensiver Symptombelastung rechnen müssen.

Sonnenbrille und Mundschutz helfen

Der Pollenwarndienst empfiehlt Allergikern derzeit körperlich fordernde Arbeit im Freien zu meiden. Schützen können sich Betroffene oft schon durch eine einfache Sonnenbrille. Sie hält einen Teil des Pollens von den Augenschleimhäuten fern, die während der allergischen Reaktion ohnehin bereits irritiert und außerdem lichtempfindlicher sind als sonst. Auch ein Hut mit breiter Krempe kann schon helfen.

Außerdem können die Mund-Nasenschutz-Masken, die für den Besuch von Supermärkten nun verpflichtend getragen werden müssen, Pollenallergikern durch den Alltag helfen. Im Fall von Virenerkrankungen schützen diese vor allem andere Menschen, sie bieten aber in Bezug auf die umherfliegenden Pollen auch einen gewissen Schutz für die eigenen Atemwege, da sie die Menge an eingeatmetem Pollen reduzieren können.

Verwechslung vermeiden: Allergie und Corona

Oft werden Allergiesymptome von Betroffenen auch mit jenen von viralen Atemwegsinfekten verwechselt. Gerade während der aktuellen Corona-Pandemie sorgt das für Verunsicherung. Eine 5-Punkte-Übersicht von Erika Jensen-Jarolim vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der Medizinischen Universität Wien zeigt den Unterschied. 

Anhand dieser fünf Punkte kann man die Symptome einer Pollenallergie und die des Coronavirus unterscheiden.
Medizinische Universität Wien

Während Augen und Nase bei der Allergie jucken, passiert das bei einer COVID-19 Infektion nicht. Atemnot und Asthma können durch eine Allergie auftreten, bei Corona zeigen sich Atembeschwerden aber eher durch Kurzatmigkeit und starken, trockenen Husten. Das für Corona typische Fieber tritt durch eine Allergie nicht auf.